GNTM 2021: Niemals mit Kindern und Tieren arbeiten!

Heidi Klum bei den Dreharbeiten zur 16. Staffel von "Germany's next Topmodel" vor dem Hotel Adlon in Berlin.
Heidi Klum bei den Dreharbeiten zur 16. Staffel von "Germany's next Topmodel" vor dem Hotel Adlon in Berlin. © imago images/Future Image, Jens Krick via www.imago-images.de, www.imago-images.de

von Claudia Spitzkowski

Wie heißt die goldene Regel bei Film und Fernsehen? Niemals mit Kindern und Tieren arbeiten! Pah, hat sich Heidi Klum offenbar gedacht und in Folge vier von GNTM 2021 direkt den nächsten Schwierigkeitsgrad gewählt: Meeedchen und Hunde – plus Rollschuhe! Was kann da schon groß schief gehen?

Liebe Heidi Klum, wofür lernen die Kandidatinnen bei GNTM Rollschuhfahren?

„Es gibt halt Leute, die haben Talent für Dinge und manche halt nicht.“ Stimmt, Ana. Dieser geradezu Meme würdige Satz lässt sich auch ganz konkret herunterbrechen in: Es gibt Leute, die Rollschuhfahren können – und es gibt Liliana.

Bei ihr erweist sich das zu Beginn von GNTM-Folge vier angesetzte Rollschuhtraining nämlich als verhältnismäßig sinnfrei. Was nutzt dir der Rat der Trainerin, dass es leichter ist, wenn du die Pobacken anspannst, wenn dein größtes Problem ist, nicht ständig auf denselbigen zu landen? Aber tröste dich, Liliana, das hier (Nicht-)Gelernte wirst du eh nie anwenden müssen.

Denn beim Foto-Shooting mit Ellen von Unwerth vorm Berliner Adlon Hotel sind die Rollschuhe später eh nutzlos, weil du damit gar nicht auf dem roten Teppich rollen kannst. Wer hätte sowas aber auch ahnen können? Niemand. Es sei denn, man hat in Folge drei gut aufgepasst, in der Heidi die Meeeedchen durch ein gnadenloses Ballettraining quälte, sie dann aber später gar nicht tanzen, sondern nur im Tutu posieren ließ. Merkste? Merkste?

Nächste Woche üben die GNTM-Kandidatinnen dann vermutlich, mit einem Formel 1-Wagen in Höchstgeschwindigkeit durch die berüchtigte Nordschleife des Nürburgrings zu rasen. Fürs Fotoshooting am Autoscooter der Bad Münstereifler Großkirmes.

„Auf dem Foto hört man keinen schreien“ 

Zurück vors Hotel Adlon in Berlin: Am Ende des Shootings, auf dem die Möchtegern-Models auf Rollschuhen, mit Einkaufstüten und mehreren Hunden an der Leine als „Femme Fatale“ posieren müssen, sind wie durch ein Wunder tatsächlich noch alle Knochen heil und lediglich Würde und Stolz der Meeedchen gebrochen. Spätestens bei Lilianas spektakulärem Abflug in den Deko-Blumenkübel vor dem Hoteleingang könnte Heidi für einen kurzen „Mein lieber Scholli!“-Moment aufgegangen sein, dass sich hier ernstlich jemand hätte verletzten könnte. Doch frei nach dem Motto: „Wenn ich es nicht sehe, sieht es mich auch nicht“, zieht sie sich die kunterbunte Pelzjacke, für die vermutlich diverse Clowns ihr Leben lassen mussten, vors Gesicht und schaut lieber einfach nicht hin, als Liliana aufs Berliner Pflaster knallt. #parentinggoals Und am Ende zählt eh immer nur: „Auf dem Foto hört man keinen schreien.“

Jetzt wissen wir, wie das damals bei Heidi Klum und Tom Kaulitz anfing

Wer jetzt aber denkt, eine Heidi Klum habe keine Gefühle, der tut ihr unrecht. Die körperliche Unversehrtheit ihrer Meeedchen mag zweitrangig sein, aber bei niedlichen Hunden schmilzt sie dahin, wie sich bei der Begegnung mit einer Fellnase namens Milka zeigt. „Was bist du denn für ein Süßer?“, bekommt sich Heidi gar nicht mehr ein und plötzlich hat man Assoziationen, wie das damals im Februar 2018 auf der Geburtstagsparty von Michael Michalsky wohl gewesen sein könnte, als sie zum ersten Mal vor Tom Kaulitz stand. Bilder im Kopf! Ob sie ihn damals auch direkt im Bart gekrault und auf den Schoß genommen hat? „Naaa, was bist du denn für ein Süßer?“

Wenn der Postmann zwei Mal klingelt ...

So sicher, wie im Homeoffice-Videocall jemand sagt „Funktioniert meine Kamera, könnt ihr mich sehen?“, so sicher kommt in jeder GNTM-Staffel das Nackt-Shooting. Ob es im Jahr 2021 tatsächlich noch relevant und akzeptabel ist, junge Frauen dazu zu nötigen, fast nackt zu posieren, um sie aufs angeblich so harte Modelbusiness vorzubereiten, ist eine Frage, die nur Heidi für sich entscheiden kann. Mal schauen, wann ihre 16-jährige Tochter Leni, die ja bekanntlich auch gerade als Model durchstartet, zum ersten Mal für einen Fotografen blank ziehen muss – und ob Mutti dann auch nur gelassen „Mein lieber Scholli!“ sagt.

Liliana, deren Mutter seit sieben Jahren hofft, dass sie endlich bei GNTM mitmacht (Genau, da hast du was fürs Leben, Kind!), kann es allerdings gar nicht erwarten, endlich ihre „Ti**ies“ auszupacken und vor Heidi zu schwenken. Ana hingegen, die aus einer sehr gläubigen Familie stammt und trotz dreijähriger Beziehung noch nie bei ihrem Freund übernachtet hat, hadert hingegen sehr damit, alle Hüllen fallen zu lassen. Zu Hause sei sie – außer beim Duschen - ja auch nie nackt. Der Postbote könnte schließlich klingeln.

Eher unwahrscheinlich, liebe Ana. Meiner Erfahrung nach klingelt der nie und wirft lieber direkt den „Wir haben Sie leider nicht angetroffen“-Zettel in den Briefkasten – selbst, wenn man im Homeoffice sitzt. Nackt. Und nicht ahnt, dass die Kamera im Videocall ausnahmsweise mal funktioniert.

Vorfreude auf die nächste Folge GNTM

GNTM-Kandidatin Mira schafft den Absprung gerade noch vor dem großen Umstyling und steigt freiwillig aus. Dabei war sie die Einzige, die mit ihren raspelkurzen Haaren vermutlich keine Angst davor hätte haben müssen. Für alle anderen gilt: PANIIIIIK! Und wir so: