George Clooney liegt weiter im Streit mit Brunei

Brunei setzt Todesstrafe für Homosexuelle aus: George Clooney nur bedingt besänftigt
George Clooney übt weiterhin Kritik am Sultanat Brunei © Euan Cherry/WENN, WENN

Hollywoodstar George Clooney liegt im Streit mit Brunei. Daran ändert auch die Tatsache, dass das Sultanat die Todesstrafe für Homosexuelle nun doch aussetzt, kaum etwas.

Wenn George Clooney (58) eins mit seiner Frau Amal (41) teilt, dann die Leidenschaft für Menschenrechte. Genau deswegen ging der Megastar ('Catch-22') auch direkt auf die Barrikaden, als Anfang April bekannt wurde, dass Homosexualität in Brunei künftig mit der Todesstrafe geahndet werden könne. Nach weltweitem, heftigstem Protest hat das Sultanat inzwischen einen Rückzieher gemacht und die Todesstrafe für Homosexuelle ausgesetzt. Doch George Clooney ist noch längst nicht besänftigt.

Ein kleiner Anfang

Am Wochenende 5. Mai kündigte Sultan Hassanal Bolkiah an, die Todesstrafe gegen Homosexuelle doch nicht vollstrecken zu wollen. Es habe in dieser Sache "Missverständnisse" gegeben, ließ der 72-Jährige die Welt wissen.

Einen seiner schärfsten Kritiker konnte der Sultan mit diesem Schritt allerdings nur teilweise überzeugen: George Clooney hält das Sultanat Brunei weiterhin für menschenfeindlich. In einem Statement ließ der amerikanische Superstar verlauten, die leichte Entschärfung des Gesetzes gegen Homosexualität sei "ein großer Schritt vorwärts – nach einem gewaltigen Sprung rückwärts".

George Clooney gibt nicht auf

In seiner Nachricht an die Welt betonte Clooney auch, er und seine Familie werden ihren Kampf gegen das Unrecht, das in Brunei geschieht, nicht aufgeben. Sein erklärtes Ziel sei nichts weniger als die Abschaffung der "drakonischen" Gesetze im Sultanat.

Ursprünglich hatte Sultan Hassanal Bolkiah angekündigt, die Todesstrafe gegen Homosexuelle durch Steinigungen vollstrecken lassen zu wollen. Stattdessen wolle man nun ein seit mehr als zwei Jahrzehnten geltendes Moratorium verlängern. Kein Wunder, dass George Clooney seinen Kampf gegen das Sultanat Brunei nicht aufgeben will.

© Cover Media