Reporterin Miranda Devine

Fox News gibt Meghan und Harry die Schuld an Prinz Philips Tod

Fox News schafft eine Verbindung zwischen dem Tod von Prinz Philip und dem Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry im März.
Fox News schafft eine Verbindung zwischen dem Tod von Prinz Philip und dem Interview von Herzogin Meghan und Prinz Harry im März. © picture alliance

Gewagte Meinung

Prinz Philip (†99) ist tot und die Welt trauert. Doch während die Briten vor dem Buckingham Palace Blumen ablegen und Philips Kinder im britischen Fernsehen ihrem Vater gedenken, streut eine nur Salz in die Wunde: Miranda Devine, Reporterin beim amerikanischen Fernsehsender „Fox News“. Sie sieht im Tod des Prinzen eine direkte Verbindung zu Herzogin Meghan (39) und Prinz Harry (36).

Miranda Devine: "Es war wirklich gemein"

Es ist schon eine gewagte Nummer, doch Miranda Devine zieht sie durch – keine Rücksicht auf Verluste. Im Interview mit ihrem Kollegen auf „Fox News“ meint sie über Meghan und Harry: „Sie wussten, dass die Queen genug um die Ohren hat“ und trotzdem haben sie Rassismusvorwürfe gegenüber dem britischen Königshaus in einem Interview mit Oprah Winfrey ausgesprochen. „Das war wirklich eine grausam zerstörerische und selbstsüchtige Sache“, meint Devine. „Es gab keinen Grund dafür, das Interview ausgerechnet jetzt zu geben. Sie hätten es auch in ein paar Monaten geben können, es hat einfach keinen Sinn gemacht. Es war wirklich gemein.“

So hätte das Interview dem sowieso schon kranken Philip und auch der Queen ordentlich zugesetzt. Und damit nicht genug, auch bezüglich der Beerdigung des toten Prinzen hat sich Devine bereits eine klare Meinung gebildet: „Ich denke, dass es weiser wäre, wenn Meghan zurückbleibt und Harry alleine gehen lässt.“ Laut Devine hat die Herzogin wohl nichts auf der Beerdigung zu suchen.

So reagiert das Internet auf die Anschuldigung

Es ist kein neuer Schachzug, Medien, die Herzogin Meghan für die unterschiedlichsten Entwicklungen verantwortlich machen. Autorin Shannon Watts holt deswegen zum Gegenangriff auf Twitter aus und verteidigt die Herzogin.

„Fox meint, dass Prinz Philips Tod mit 99 Jahren wohlmöglich durch die ganzen verfluchten Frauen in seiner Familie beschleunigt wurde, aber nicht durch die mutmaßliche Verwicklung seines Sohnes im Sex- und Menschenhandel. Toller Ansatz, wie immer.“ Damit macht die Autorin darauf aufmerksam, dass die Medien noch immer von frauenfeindlichen Strukturen geprägt sind –insbesondere konservative Sender wie Fox News. Frauen wird regelmäßig die Schuld in die Schuhe geschoben – auch, wenn die Begründung kaum Sinn macht.

Im Video: Bericht aus London: Welche Schritte stehen nach dem Tod von Prinz Philip an?

Bericht aus London: Was passiert nach Philips Tod?
01:47 Min

Bericht aus London: Was passiert nach Philips Tod?

Wird auch Herzogin Meghan zur Beerdigung von Prinz Philip erscheinen?

Derweil soll Prinz Harry eine möglichst schnelle Anreise ins Vereinigte Königreich planen. Ob auch Meghan an der Beerdigung teilnimmt, ist unklar. Möglicherweise wird sie aufgrund ihrer Schwangerschaft in den USA bleiben.