Bahrains Nationalbank unterstützt McLaren-Gruppe

2019 Abu Dhabi GP YAS MARINA CIRCUIT, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 01: Carlos Sainz Jr., McLaren MCL34, battles with Lando Norris, McLaren MCL34 during the Abu Dhabi GP at Yas Marina Circuit on December 01, 2019 in Yas Marina Circuit, United Arab
2019 Abu Dhabi GP YAS MARINA CIRCUIT, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 01: Carlos Sainz Jr., McLaren MCL34, battles with © imago images/Motorsport Images, Sam Bloxham via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Hilfe kommt im Gegensatz zu Williams noch rechtzeitig

Die Corona-Krise hat die Formel-1-Teams finanziell hart getroffen. Vor allem die beiden Traditionsteams Williams und McLaren sind in Schieflage geraten. McLaren wird nun allerdings unter die Arme gegriffen, wodurch ein Verkauf – wie im Falle von Williams – wohl vom Tisch ist. Die Finanzhilfe kommt aus dem Nahen Osten.

Königliche Unterstützung

Genauer gesagt handelt es sich um die Nationalbank aus Bahrain, die dem Team aus Woking ein Darlehen von umgerechnet knapp 165 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Damit soll die Liquidität des Unternehmens in den nächsten Monaten sichergestellt werden.

Da das bahrainische Königshaus über einen Fond an der McLaren-Group beteiligt ist, kommt das Geld demnach von einem Partner, was die Rückzahlung sicherlich etwas erleichtert. Damit sollten weitere Corona-bedingte Kündigungen vom Tisch sein. McLaren hatte im Mai bekannt gegeben, sich von insgesamt 1.200 Mitarbeitern trennen zu müssen, darunter 70 aus dem F1-Team.

Wichtiges Gerichtsverfahren steht an

Gänzlich ausgestanden ist die Krise aber noch nicht. Insgesamt benötigt der Konzern rund 300 Millionen Euro, um bis ins kommende Jahr überleben zu können. Starke Leistungen in der anstehenden F1-Saison, die mit einer guten Platzierung in der Konstrukteurs-WM und somit besseren Preisgeldern belohnt würde, könnten der Traditionsmarke helfen.

Neben dem Saisonauftakt steht noch ein weitere richtungsweisende Entscheidung für McLaren an. In einem aktuellen Gerichtsverfahren geht es darum, Sicherheitsansprüche der aktuellen Kreditgeber auf den Anlagen in Woking und der Sammlung historischer Fahrzeuge zu lösen. Sollte dies gelingen, können in Zukunft weitere Finanzierungsvarianten ermöglicht werden. Ein Urteil ist in den nächsten Wochen zu erwarten.