Faszientraining: Was ist das überhaupt und was bringt es dem Körper?

Faszientraining: Was ist das überhaupt und was bringt es dem Körper?
Um in Form zu bleiben, schwören auch "Victoria's Secret"-Engel wie Adriana Lima auf die Wirkung der Faszienrolle © [M] StarMaxWorldwide/ImageCollect/SunCity/Shutterstock.com, SpotOn

Bindegewebe ist nicht zu unterschätzen

Jeder von uns besitzt sie: die Faszien - besser bekannt auch als Bindegewebe. Doch viele Menschen, die zum Beispiel unter starken Rückenschmerzen oder Verspannungen leiden, wissen nicht um die Bedeutung des Gewebes, das unsere Muskeln umschließt. Faszien kann man sich als weiße, fast durchsichtige Hülle vorstellen, die um Muskeln und Organen liegt. Das Bindegewebe besteht aus Kollagen, Wasser, Zucker und Eiweißen.

Stabil und entspannt

Ziel des Faszientrainings ist es vor allem, den Körper stabil und entspannt zu halten. Das Bindegewebe soll elastisch und belastbar, flexibel und geschmeidig werden. Wie 'Faszien-Papst' Dr. Robert Schleip, der an der Universität Ulm ein eigenes Forschungszentrum dazu betreibt, herausgefunden hat, lässt vor allem Stress die Faszien verkrampfen. Das wiederum ist häufig Grund für schmerzhafte Beschwerden, die mithilfe von geschickt eingesetztem Faszientraining wieder gelöst werden könnten.

Experten raten, um Verklebungen effektiv zu lösen, mindestens zwei Mal pro Woche zehn Minuten zu trainieren - egal ob mit einer extra dafür entwickelten Faszienrolle oder entsprechenden Körperübungen. Bei ordentlichem Training produziert der Körper in den darauf folgenden Tagen frisches und elastisches Kollagen. "Faszien sind ein Sinnesorgan. Wenn die Faszien in Ordnung sind, fühle ich mich in meinem Körper zu Hause. Wenn sie verklebt sind, ist mir unwohl", erklärte Schleip 2016 im Interview mit der 'Kölnischen Rundschau'.

Rückenschmerzen weg dank Faszien-Training?

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Yin Yoga statt Power Yoga!

Die Yoga-Art, die die Faszien dehnt, ist das sogenannte Yin Yoga. Dabei werden die jeweiligen Übungen länger als sonst gehalten, es geht vor allem um Entspannung und Loslassen. Anders als das häufig praktizierte Power Yoga ist Yin Yoga eine recht passive Interpretation der indischen Körperlehre, bei der es nicht um die perfekte Ausführung einer Übung geht. Die einzelnen Asanas werden in der Regel zwei bis fünf Minuten gehalten.

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