'Fast & Furious 8': Dwayne Johnson und Jason Statham sorgen für die besten Momente

"Fast & Furious 8": Funktioniert die Action-Reihe ohne Paul Walker?
Vin Diesel alias Dom in "Fast & Furios 8" © © Universal Pictures, SpotOn
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Ab 12. April im Kino

In der Welt von "Fast & Furious" steht die Familie im Mittelpunkt. Natürlich sind die heißen Schlitten, krassen Stunts und coolen Sprüche ebenso Markenzeichen der erfolgreichen Action-Reihe. Doch wer die Reise der Figuren seit dem ersten Teil aus dem Jahr 2001 verfolgt, der weiß, nichts geht über die Familie, nichts kann sie entzweien. "Fast & Furious 8", der seit dem 12. April in den deutschen Kinos läuft, ist der erste Teil ohne Paul Walker (1973-2013), der bei einem Autounfall starb, während die Dreharbeiten zum siebten Teil noch nicht abgeschlossen waren. Wie schlägt sich das Franchise ohne dieses Familienmitglied der ersten Stunde?

Eine Oscar-Gewinnerin spaltet die Familie

Nun - da Dom (Vin Diesel) und Letty (Michelle Rodriguez) ausgiebig ihre Flitterwochen genießen und die übrigen Crewmitglieder freigesprochen sind - führen alle ein ganz normales Leben. Ihr friedliches Dasein wird jedoch schlagartig beendet, als eine mysteriöse Frau namens Cipher (Charlize Theron) auftaucht. Sie lockt Dom in eine zutiefst kriminelle Welt, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Das grenzenlose Vertrauen seiner Crew in ihn droht zu zerbrechen und der Familie stehen Prüfungen von ungeahnten Ausmaßen bevor.

Einer fehlt

"Fast & Furious 8" fährt groß auf. Ob auf Kuba, in New York oder Island - überall auf der Welt werden auch dieses Mal wieder rasante Autorennen ausgetragen, heiße Schlitten in die Luft gesprengt und spektakuläre Stunts vollführt. Wer sich auf das Franchise einlässt, weiß, was zu erwarten ist. Vertraute Charaktere, die verbales sowie physisches Ping Pong miteinander und gegen Bösewichte spielen. Vin Diesel (49, "xXx: Die Rückkehr des Xander Cage") alias Dom ist kein Mann der vielen Worte, doch das wenige, was er sagt, ist Gesetz. Wer Dom seit 2001 auf der Leinwand zuschaut, der weiß, dass er seine Familie niemals ohne guten Grund hintergehen würde.

Allerdings fehlt im achten Teil Vin Diesels wichtigster Partner, sein Gegenpart, sein Yang zum Yin: Paul Walker alias Brian. Die beiden Figuren hätten unterschiedlicher nicht sein können und dennoch war es ihre Brüderschaft, die das Franchise zu dem machte, was es heute ist: ein internationales Phänomen. Durch den Tod von Paul Walker fällt Brian aus der Welt der Action-Reihe heraus. Ersatz gibt es nicht, was auch nicht beabsichtigt oder angestrebt wurde. Doch man wird einfach das Gefühl nicht los, dass irgendetwas fehlt im Film.

Mit Scott Eastwood (31, "Suicide Squad") wurde ein gutaussehender, weiterer Sidekick gefunden, der einige lustige verbale Attacken auf Roman (Tyrese Gibson, 38) abfeuert. Oscar-Gewinnerin Charlize Theron (41, "Mad Max: Fury Road") brilliert als durchtriebene Schurkin Cipher und stellt damit sogar Königin Ravenna aus "The Huntsman & The Ice Queen" in den Schatten. Böse steht ihr wahrlich gut. Die Rolle von Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (71, "Die Queen") sei hier nicht verraten, doch sie ist anders, als so mancher meinen mag.

Für die besten Momente sorgen ganz klar Dwayne Johnson (44, "Central Intelligence") und Jason Statham (49, "The Transporter"). Noch mehr Testosteron geht kaum und sie haben mit ihren Wortgefechten die Lacher auf ihrer Seite. Auch für Überraschungen ist gesorgt, denn nicht alle Cameos sind durchgesickert - ein nettes Schmankerl für Fans der Reihe. Allerdings werden nicht alle vertrauten Charaktere den Film überleben und somit der Welt von "Fast & Furious" den Rücken kehren. Zwei weitere Filme wurden immerhin bereits angekündigt, Teil neun soll 2019, Teil zehn 2021 folgen.

Das mag so manches Stirnrunzeln hervorrufen. Der Erfolg gibt Vin Diesel und Co. jedoch recht. Seit im vierten Teil der Original-Cast zurückkehrte und die Familie wieder aufleben ließ, spülen die Filme weltweit Millionen in die Kassen. Auch beim achten Teil dürfte das nicht anders werden. Warum also aufhören?

Fazit

"Fast & Furious 8" vereint alle Elemente eines klassischen Action-Krachers und wird der Reihe mehr als gerecht. Fans der ersten Stunde dürften aber Paul Walker schmerzlich vermissen. In der Filmwelt ist er noch am Leben, aber dennoch nur im Geiste anwesend. Ein Zustand, der nachvollziehbar ist, einem aber dennoch falsch vorkommt. Es ist verzwickt. In einer Familie sorgt jedes Mitglied als Teil des Motors dafür, dass die Kiste am Laufen bleibt. Fehlt ein wichtiges Teil, nimmt der Schlitten keine Fahrt auf. Und genau dieses Gefühl wird man irgendwie nicht los.

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