Maskenpflicht ist eine große Herausforderung

Benjamin Piwko: So schwierig ist die Corona-Zeit für Gehörlose

Benjamin Piwko: So schwierig ist die Krise für Gehörlose
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Benjamin Piwko: So schwierig ist die Krise für Gehörlose

Benjamin Piwko: Das bedeutet Maskenpflicht für Gehörlose

Wegen Corona steht die Welt still. Und für Benjamin Piwko (40) bleibt sie auch still, wenn jemand spricht. Denn die Krise stellt Gehörlose gerade vor eine große Herausforderung. Wie der Ex-"Let's Dance"-Star diese Zeit erlebt und wie er als Gehörloser mit der besonderen Situation umgeht, erfahren Sie im Video.

"Ich habe so viel gekämpft auch mit anderen Gehörlosen und Hörenden"

Seit 27. April gilt in Deutschland Maskenpflicht. Konkret bedeutet das: Menschen, die nichts oder nur kaum etwas hören, können nun nicht einmal mehr Lippenlesen – mit Atemschutzmasken ist das unmöglich. Auch Nachrichten im Fernsehen kann Benjamin Piwko nicht immer gut verstehen. Denn wie bei Angela Merkels letzter TV-Ansprache zur Verlängerung des Kontaktverbots, sind die Gesichter der Sprechenden oft zu weit weg. In solchen Fällen ist das Lippenlesen ebenfalls schwierig für den 40-Jährigen.

"Im Moment ist es so, dass mehr Dolmetscher im Fernsehen zu sehen sind. Das ist für mich gerade neu. Man sieht das in der ganzen Welt, überall sind Dolmetscher bei Live-Übertragungen und hier in Deutschland ist es schwierig. Da wird man untertitelt. Aber manchmal sind die auch nicht richtig, oder zu spät", sagt Benjamin im Interview mit RTL. Diesen Umstand wollte er so aber nicht hinnehmen und rief mit Mitstreitern eine Petition ins Leben, die für mehr Dolmetscher im TV plädiert. "Ich habe so viel gekämpft auch mit anderen Gehörlosen und Hörenden. Wir haben darüber gesprochen, dass wir keine Infos kriegen und keine Dolmetscher eingesetzt wurden. Haben dann eine Petition gestartet und haben auch Erfolg gehabt."