"Ein Kinderwunsch sollte nicht vom Geld abhängig sein“

Ex-GNTM-Star Anna Wilken kämpft für Paare mit Kinderwunsch

Anna Wilken mischt EU-Parlament auf
02:32 Min

Anna Wilken mischt EU-Parlament auf

Influencen kann sie – und das tut sie nun auch in Brüssel. Anna Wilken (26) hat sich auf die Reise ins EU-Parlament gemacht. Mit im Gepäck hatte die ehemalige GNTM-Teilnehmerin dabei eine Petition, bei der es sich um eine Herzensangelegenheit dreht: Sie kämpft dafür, dass Kinderwunschbehandlungen für jeden finanzierbar sein sollten!

Für dieses tolle Anliegen macht sich Anna Wilken stark

„KiWu für alle“, heißt es im Slogan der Petition. Mit der Abkürzung ist „Kinderwunsch“ gemeint. Eine Thematik, mit der auch Anna sehr vertraut ist. „Ich bin #1von7 Frauen, die unfruchtbar sind. Seit dem ich 21 bin, will ich ein Kind haben. Ich leide jedoch unter anderem an Adenomyose und Endometriose – der zweithäufigsten gynäkologischen Erkrankung, die etwa 10 Prozent aller Frauen betrifft und es sehr schwierig machen kann, natürlich schwanger zu werden. Für mich zählt im Kinderwunsch also jeder Monat - nach dem Gesetz musste ich jedoch erst 25 werden, um das Recht auf finanzielle Unterstützung zu bekommen“, erklärt das Model auf der Petitionsseite ihre Geschichte. Die 26-Jährige hat in der Vergangenheit selbst bereits mehrere Fehlgeburten verkraften müssen. Eine Untersuchung ergab, dass ihr Sternenkind gleich zwei seltene Trisomien hatte.

Im Video: Anna Wilken musste erneut eine Fehlgeburt verkraften

Anna Wilken hatte erneut eine Fehlgeburt
02:23 Min

Anna Wilken hatte erneut eine Fehlgeburt

Anna Wilken: "Es ist so unfair, dass sich ein Paar den Weg zum Kind leisten kann und das andere eben nicht"

Das Problem, das Anna sieht und auf das sie bei der Politik aufmerksam machen will: Viele Paare können sich eine Kinderwunschbehandlung nicht leisten, da diese äußerst kostspielig ist. Daher wirbt sie für eine faire Kostenübernahme. „Round about 45.000 Euro hat uns unser Kinderwunsch bisher gekostet. Auch jetzt zahlt die Krankenkasse nur 50 Prozent der Behandlungskosten für drei weitere Versuche, wobei jedoch auch nicht alles abgedeckt ist. Ich bin dankbar, dass wir diesen Weg gehen konnten - andere können dies so nicht. Ein Kinderwunsch sollte nicht vom Geld abhängig sein“, findet Anna Wilken. „Es ist so unfair, dass sich ein Paar den Weg zum Kind leisten kann und das andere eben nicht - das ähnelt schon fast einer Glückslotterie.“

Und weiter sagt sie: „Es ist auch ein gesellschaftliches Problem. Erwartet wird: Frau und Mann bekommen ein oder mehrere Kinder.“ Was sie zudem kritisiert, ist, dass der Gesetzgeber für eine Unterstützung fordert, dass das Paar verheiratet ist.

Doch findet sie bei den Politikern auch Gehör oder stößt sie auf taube Ohren? Oben im Video sehen Sie das Gespräch mit den Mächtigen im Parlament.

Die Petition hat jedenfalls Erfolg: Inzwischen haben bereits knapp 80.000 Menschen mit ihrer Unterschrift Unterstützung geleistet (Stand: 25. Mai 2022). (nos/rla)

weitere Stories laden