Sie schmiss 2020 im Castingshow-Finale hin

Ex-GNTM-Kandidatin Lijana (25) litt unter Cybermobbing: "Ich wollte nicht mehr leben"

Ex-GNTM-Kandidatin Lijana (25) litt unter Cybermobbing
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Ex-GNTM-Kandidatin Lijana (25) litt unter Cybermobbing

von Pascal Wede und Rebekka Bednorz

Fast zwei Millionen Schüler und Schülerinnen sind laut einer neuen Studie von Cybermobbing betroffen, längst ist der Terror via Smartphone und Computer in den Jugendzimmern angekommen, die Coronapandemie hat die Situation noch weiter verschärft. Auch Prominente werden zum Opfer, darunter Lijana Risen Kaggwa (25), Kandidatin in der 15. Staffel der Castingshow „Germany’s Next Topmodel“. Was ihr widerfahren ist und welche dramatischen Auswirkungen das auf ihr Leben hatte, erzählt die 25-Jährige im Video.

Lijana brach GNTM im Finale ab!

Kommentare in den sozialen Medien oder digitale Nachrichten – ob anonym oder nicht – können verletzen, sogar schwere Wunden hinterlassen. Ex-GNTM-Kandidatin Lijana Risen ist eine, die das selbst erleben musste. Aber: Sie will sich nicht verstecken, sondern erzählen, wie es sich anfühlte, zum Opfer zu werden.

Die 25-Jährige nahm 2020 an der Pro7-Castingshow teil, den Titel sicherte sich am Ende Jacky Wruck (23). Doch es war Lijana, die zwischenzeitlich im Zentrum allen Interesses stand – tragischerweise. Denn: Mit ihrer Persönlichkeit und ehrgeizigen Art kam sie nicht bei jedem gut an, polarisierte, eckte an. Immer wieder wurde ihr Arroganz vorgeworfen. Was folgte, waren Hate-Kommentare und Drohungen im Netz. Die Situation eskalierte derart, dass sie sogar die Casting-Show vorzeitig abbrach – live im Finale.

„Ich bin wertlos und der Welt würde es besser gehen, wenn ich nicht mehr leben würde“, beschreibt sie ihre Gefühle von damals. Das Mobbing habe sie in eine starke Depression gestürzt, erzählt sie heute, zwei Jahre später.

Die Tat ohne Folgen

Dabei sieht sie eine große Gefahr in der Technik, die heute allen zur Verfügung steht: „Wir müssen uns deutlich machen, dass in Zeiten von Cybermobbing Mobbing nicht mehr aufhört. Früher war es Face-to-Face-Mobbing, aber da hat es zumindest aufgehört, wenn du nach Hause gegangen bist. Diesen Raum haben die jungen Menschen nicht mehr!“

Lijana will aufklären

Die meisten Taten bleiben in der Regel konsequenzenlos. Damit das nicht so bleibt, will Lijana Risen etwas ändern, klärt an Schulen auf. Dabei wird ihr die Relevanz von Cybermobbing immer wieder bewusst vor Augen geführt: „An jeder Schule kommt mindestens einer mit suizidalen Danken auf mich zu“. Ein trauriges Abbild der Statistiken, denn insgesamt leiden knapp ein Viertel der Mobbing-Opfer unter Suizidgedanken.

Wenn Sie selbst oder Bekannte betroffen sind, finden Sie hier Hilfe und weiterführende Informationen.

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