Twitter-Nutzer sind fassungslos

Eurovision Song Contest 2021: Mittelfinger bei Jendriks Auftritt sorgt für Aufsehen

Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam - Jendrik geht für Deutschland an der Seite eines Mittelfingers ins Rennen.
Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam - Jendrik geht für Deutschland an der Seite eines Mittelfingers ins Rennen. © dpa, Peter Dejong, TH alf

ESC 2021: Deutschland zeigt Europa den Mittelfinger und das Netz tobt

Beim Eurovision Song Contest 2021 konnte Deutschland nicht gerade mit einer hohen Platzierung von sich reden machen. Ganz im Gegenteil! Jendrick Sigwart (26) hat es nur auf den vorletzten Platz geschafft. In aller Munde ist der Auftritt des 26-Jährigen beim Live-Event in Rotterdam trotzdem. Der Grund dafür: Der Sänger aus Hamburg holte sich für seinen Song „I Don't Feel Hate“ eine riesige Hand ins Boot, die das Peace-Zeichen macht. Doch als die Hand den Sänger umarmt, wird aus der Friedensgeste plötzlich ein Mittelfinger. Ein Symbol, das Twitter-Nutzer weltweit sprachlos machte und für reichlich Aufsehen sorgte.

Reaktionen auf Jendricks Auftritt

Jendricks Auftritt in Rotterdam sorgt für Aufsehen.
Jendricks Auftritt in Rotterdam sorgt für Aufsehen. © REUTERS, PIROSCHKA VAN DE WOUW, ANF/MAR

Die Tweets, die auf den Auftritt des Musicaldarstellers folgten waren vieles: ironisch, verwirrt, schockiert. Als Finnland dann auch noch mit einem „Death Metal“-Song folgte, der das Publikum dazu aufforderte, „den Mittelfinger hochzustrecken“, war es um die Internet-Gemeinde geschehen. Hier einige der Reaktionen auf Deutschlands kontroversen Auftritt.

„Ist das ein Scherz?“

„Deutschland schnippt gerade ganz Europa lässig weg“

„Deutsche Sänger beim ESC: Früher und heute"

„Habe mir gerade das deutsche Machwerk zum ESC angehört“

„Ich dachte, das wäre eine Familienshow?"

„Deutschland sendet hier eine starke Botschaft“

„Deutschland und Finnland repräsentieren beide Seiten meiner Persönlichkeit“

Wichtige Botschaft hinter dem Mittelfinger-Song

Ironischerweise sendet der fröhliche Track eine frohe Botschaft an Hater und Kritiker. In seinem Text singt Jendrick nämlich, dass andere ihn niedermachen und ihm den Vogel zeigen können, so viel sie wollen, er wird sein Leben weiterleben wie gehabt. ESC-Kommentator-Legende Peter Urban (73) nennt Jendrick einen „Wirbelwind gegen Hassbotschaften im Netz." Doch offenbar haben die internationalen Zuschauer diese Message nicht richtig verstanden. Der viel diskutierte Auftritt bekommt punktetechnisch den Mittelfinger und landet auf dem vorletzten Platz.

Jendrick hat es bereits geahnt

Doch der Hamburger Sänger nimmt’s sportlich, wie sein Instagram-Statement beweist. Neben seinem „Mittelfinger“ entspannt Jendrick auf einem Stuhl und schreibt: „Liebe Leute, vielen Dank für eure lieben, lieben Nachrichten! Ehrlich gesagt habe ich schon gedacht, dass das passieren könnte. Aber eine gute Platzierung zu bekommen, war nie der Grund, warum ich am ESC teilnehmen wollte. Ich wollte teilnehmen, um dieses Ereignis persönlich zu erleben - Musik, Kulturen und Gemeinschaft zu feiern.“ Das dürfte er nach seinem Aufenthalt in Rotterdam zur Genüge getan haben!

Skandal um italienische Gewinnerband

Während Jendricks Auftritt eher für Lacher und Verwirrung sorgte, machten die Gewinner des diesjährigen ESC mit einem Skandal auf sich aufmerksam. Angeblich soll der Måneskin-Sänger Damiano David nämlich im Live-TV Drogen genommen haben. Die Stellungnahme des Italieners zu den harten Anschuldigungen sehen Sie in unserem Video. (lkr)

Måneskins Stellungnahme bei der Pressekonferenz
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Måneskins Stellungnahme bei der Pressekonferenz