Epstein-Skandal: Heidi Klum wehrt sich gegen Vorwürfe

Epstein-Skandal: Heidi Klum wehrt sich gegen Vorwürfe
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Epstein-Skandal: Heidi Klum wehrt sich gegen Vorwürfe

Heidi Klum geht in die Offensive

Heidi Klum (47) hat Behauptungen dementiert, sie sei mit dem Privatjet des verstorbenen mutmaßlichen Sexualverbrechers Jeffrey Epstein (1953-2019) geflogen. Virginia Giuffre (36), das angebliche Opfer von Epstein und Prinz Andrew (60), hatte im Jahr 2011 in einer eidesstattlichen Erklärung ausgesagt, Heidi Klum an Bord des Flugzeugs gesehen zu haben. Wie die Model-Mama und ihre Anwälte auf die Vorwürfe reagieren, fassen wir im Video zusammen. 

Heidi: „Ich kannte Herrn Epstein nicht“

"Ich kannte Herrn Epstein nicht und bin daher auch nie in seinem Privatjet, auf seinen Anwesen oder seiner Insel gewesen", wehrt sich die Model-Mama in einem Statement, das der US-Seite "People" vorliegt. Die 47-Jährige habe aus den Nachrichten erfahren, dass sie "fälschlicherweise als Passagierin eines Epstein-Flugs genannt wurde".

Sie stehe auf der Seite der Opfer, die "mutig an die Öffentlichkeit gegangen sind", so Heidi Klum weiter. Auch lege sie großen Wert darauf, dass die Wahrheit ans Licht komme. Sie selbst wolle allerdings nicht "mit Epstein und den schrecklichen Geschichten um ihn" in Verbindung gebracht werden, weshalb sie jetzt an die Öffentlichkeit gehe.

Anschuldigungen gegen Heidi Klum „völlig falsch“

Auch Klums Anwalt machte in einem weiteren Statement klar, dass Giuffres Behauptungen "völlig falsch" seien: "Weder der Name Heidi Klum noch ihre Initialen tauchen auf einem der veröffentlichten Flugmanifeste auf. Viele andere berühmte Namen sind dort aufgelistet, der von Frau Klum nicht. Die Erklärung ist sehr einfach. Sie ist nie in einem von Herrn Epsteins Flugzeugen geflogen. Der Grund dafür ist, dass sie Epstein nicht gekannt hat und niemals auf seiner Insel war."

Heidi hat Prinz Andrew zweimal getroffen

Ein Sprecher Klums klärte zudem über ihr Verhältnis zu Prinz Andrew auf, der eine enge Freundschaft mit Epstein pflegte und mit dem Klum 2000 auf einer Party fotografiert worden war: "Heidi Klum hat Prinz Andrew zweimal getroffen. Sie wurden bei ihrer allerersten Halloween-Party in New York 2000 einander vorgestellt. Dort wurden sie zusammen fotografiert. Er war einer der vielen hundert Gäste und das Party-Team hat das Foto organisiert", so der Sprecher. Danach habe Klum den Herzog von York vor "ungefähr drei Jahren" auf einer Feier in Los Angeles getroffen.

Virginia Giuffre wirft Prinz Andrew vor, sie als Minderjährige dreimal zum Sex mit ihm gezwungen zu haben. Der 60-Jährige bestreitet die Vorwürfe.

Akten haben hohe Brisanz

Die jetzt veröffentlichten Akten stammen aus einer Verleumdungsklage, die Giuffre 2015 gegen die ehemalige Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell (58) eingereicht hat und die 2017 außergerichtlich beigelegt worden war. Ein Richter hatte zuvor angeordnet, dass die damals ursprünglich versiegelten Akten für die laufenden Ermittlungen herangezogen werden dürfen. Laut "ABC News" sollen darin hunderte Namen von berühmten Menschen genannt werden, die mit Epstein gearbeitet oder gereist sein sollen.

Maxwell war am 2. Juli im US-Bundesstaat New Hampshire vom FBI festgenommen worden und sitzt seitdem bis zu einem möglichen Prozessbeginn am 12. Juli 2021 in New York in Untersuchungshaft. Maxwell wird in bislang sechs Anklagepunkten der Prozess gemacht. Sie plädiert auf „nicht schuldig“. Der 58-Jährigen wird vorgeworfen, Epstein dabei geholfen zu haben, minderjährige Mädchen zu missbrauchen. Sie soll sich mit den Mädchen angefreundet und sie zu sexuellen Handlungen mit Epstein gedrängt haben. In mehreren Fällen soll sie auch selbst an dem Missbrauch beteiligt gewesen sein. Außerdem wird ihr Meineid in zwei Fällen vorgeworfen.

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