Promi mit Vorbildfunktion -

Emma Watson: Neues Projekt gegen sexuelle Belästigung von Frauen

Paris im Mai: Emma Watson spricht beim "G7 Equality Meeting" über die Gleichstellung der Geschlechter.
Paris im Mai: Emma Watson spricht beim "G7 Equality Meeting" über die Gleichstellung der Geschlechter. © picture alliance

Emma Watson setzt sich gegen sexuelle Belästigung ein

Sie ist wirklich eine Ausnahme in Hollywood. Viele Kinder-Stars versuchen nach ihrer ersten Rolle, den Bekanntheitsgrad irgendwie aufrechtzuhalten: Egal was für ein Projekt, hauptsache groß! Emma Watson (29) hat sich für einen etwas anderen Weg entschieden. Ihre Filmrollen wählt sie mit Bedacht und ist seit Harry Potter vorrangig in kleineren Independent-Produktionen zu sehen. Der Hauptfokus liegt bei Emma allerdings auf der Politik, statt auf dem Schauspiel. Seit 2014 ist Emma UN-Sonderbotschafterin für Frauen - und Mädchenrechte. Am Monat hat sie einen weiteren Schritt im Kampf für sichere Arbeitsbedingungen für Frauen gemacht.

Sexuelle Belästigung

Letzte Woche hat Emma für einen großen "Harry Potter"-Throwback gesorgt und ein lustiges Bild von sich und Autorin Joanne K. Rowling gepostet. Jetzt heißt es "back to business": Die Schauspielerin gab am Montag den Startschuss für eine Beratungs-Hotline in England und Wales. Dort erhalten Frauen künftig kostenfreie juristische Beratung bei Fällen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Die Rechtsberatung wird geleistet "Rights of Women" geleistet, einer britischen NGO, die sich für die Rechte, Gleichberechtigung und Sicherheit von Frauen einsetzt. In einer Pressemitteilung wandte sich die 29-Jährige an die Öffentlichkeit.

Politisch aktiv: Bei dem "G7 Equality Meeting" traf Emma Watson im Mai auf Emmanuel Macron.
Politisch aktiv: Bei dem "G7 Equality Meeting" traf Emma Watson im Mai auf Emmanuel Macron. © picture alliance

Emma freue sich zwar, dass nun genügend Spendengelder für die Beratungs-Hotline zur Verfügung stünden. Allerdings sei der Gedanke, dass dies das einzige derartige Angebot sei, "völlig niederschmetternd angesichts der Forschungsergebnisse, nach denen jede zweite Frau Erfahrungen mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz gemacht hat". Die Botschafterin sei dennoch hoffnungsvoll, dass mit neuen weltweiten Standards, wie dem jüngst verabschiedeten Abkommen der Internationalen Arbeiterorganisation gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, "ein neues Klima der Vorbeugung und der Verantwortung entstehen werde".

Zum Schluss ihres Statements richtete sich Watson direkt an Geschädigte: "Es ist unglaublich wichtig, dass ihr versteht, welche Rechte ihr habt, wie ihr zu euren Rechten kommt und welche Entscheidungen ihr treffen könnt, wenn ihr Erfahrungen mit Belästigung gemacht habt, um für alle eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen." Die neue Beratungs-Hotline sei eine riesige Entwicklung dahingehend, dass alle Frauen unterstützt würden, "egal wo wir arbeiten".

Die Schauspielerin macht sich seit mehreren Jahren für die Rechte von Frauen weltweit stark. Seit 2014 ist sie UN-Botschafterin für die Gleichberechtigung von Frauen. In der Vergangenheit trat Watson immer wieder Öffentlich als Frauenrechtlerin auf, etwa bei den Golden-Globe-Verleihungen im Jahr 2018, zu der sie die Frauenrecht-Aktivistin Marai Larasi eingeladen hatte.

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