Ella Endlich tanzt die beste Samba der„Let’s Dance“-Geschichte

"Let's Dance": Ella Endlich ist die neue Samba-Queen
In der fünften Live-Show von "Let's Dance" waren noch zehn Promis zusammen mit ihren Profi-Tanzpartnern am Start © TVNOW / Stefan Gregorowius, SpotOn

Kerstin Ott muss gehen

Ab auf das Tanzparkett! Am Freitagabend sollten die Promis in der RTL-Show "Let's Dance" wieder das Tanzbein schwingen - und bei den meisten funktionierte das auch richtig gut. Die Zuschauer bekamen einige hervorragende Performances, ein überraschendes Angebot von Kerstin Ott (37) an Juror Joachim Llambi (54) und eine unglaubliche Samba von Ella Endlich (34) zu sehen.

Lippenstift auf der Nase

Als erste musste Moderatorin Nazan Eckes (42) Körpereinsatz zeigen. Zusammen mit Christian Polanc (40) performte sie eine Salsa zu "Timbale" von Belle Perez. "Ich hatte Spaß, auf jeden Fall", erklärte Eckes glücklich, auch wenn sie derart über die Tanzfläche wirbelte, dass sie teils nicht mehr gewusst habe, "wo oben und unten ist". Jurorin Motsi Mabuse (38) gefiel vor allem Eckes' Energie und Authentizität in der zweiten Hälfte ihrer Performance. Polanc übernahm die Verantwortung für kleine Ungereimtheiten. Besser gesagt, er schob die Schuld daran auf sein offenes Hemd. Llambi machte den Spaß mit: "Am Ende muss man sagen, es war das Hemd." Trotzdem gab es insgesamt 22 gute Punkte für den Tanz.

Dschungelkönigin Evelyn Burdecki (30) traute sich mit ihrem Tanzpartner Evgeny Vinokurov (28) an einen Tango zu "Don't Stop The Music" von Rihanna. Das zahlte sich aus, gab es doch nicht nur Standing Ovations, sondern auch sehr gute Wertungen von der Jury. "Das war fantastisch", urteilte Jorge González (51) und vergab zusammen mit seinen Kollegen 26 von 30 möglichen Punkten. Eines konnte sich allerdings keiner erklären: Irgendwie hatte es Burdecki während des Auftritts geschafft, sich ihren eigenen Lippenstift auf die Nase zu schmieren.

Eine weitere gelungene Performance folgte mit einem Paso Doble von "GZSZ"-Star Ulrike Frank (50) und Robert Beitsch (27) zu "Entre Dos Tierras" von den Héroes del Silencio. Sie finde es toll, dass Mann und Frau beim Paso Doble auf Augenhöhe sind - und diese Freude merkte man ihr auch an. Mabuse fand, dass die beiden eine Geschichte erzählt hatten, die einfach aufging. González lobte, dass man bei dem emotionalen Tanz "Liebe, Hass, Feuer, Passion" gefühlt habe. Llambi sah es etwas nüchterner, aber trotzdem reichte es für 25 Zähler.

DJane Kerstin Ott erzählte ihrer Tanzpartnerin Regina Luca (30) in der Vorbereitung, dass es für sie "immer schwieriger von Woche zu Woche" werde. Sie fühle sich "sehr fehl am Platz". Ihre Frustration merkte man ihr auch im Training an, fluchte sie doch unter anderem: "Können wir nicht einfach diese Scheiße durchtanzen?" Sie hoffe, dass es heute der letzte Tanz für sie sei. Die Salsa zu "Vamos A Bailar" von den Gipsy Kings war folglich auch alles andere als gelungen. Mabuse erklärte, dass Otts Abstand zu den anderen Kandidaten immer größer werde und González sagte schon einmal "Goodbye". "Ich habe von dir nicht mehr das Feuer gesehen, zu sagen, ich gebe hier alles", zeigte sich Llambi enttäuscht, doch diese Kritik wollte Ott nicht annehmen. "Wir beide müssen mal einen trinken, damit wir uns verstehen", unterbrach sie den Juror. Unter Tränen erwartete sie die Wertung der Jury, die insgesamt nur sieben Punkte vergab.

Eine Krone aus Taschentüchern

"Ja, war ganz okay, glaub ich", scherzte Moderator Daniel Hartwich (40) nach der Samba von Sängerin Ella Endlich und Valentin Lusin (32), wohl wissend, dass die diesjährige Favoritin und ihr Tanzpartner einen herausragenden Auftritt zu "Taki Taki" von Dj Snake feat. Selena Gomez, Ozuna und Cardi B hingelegt hatten. Mabuse überreichte der neuen "Queen of Samba" eine provisorische Krone aus Taschentüchern und war völlig aus dem Häuschen über die beste Samba, die hier jemals von einer Kandidatin getanzt worden sei. Llambi musste Mabuse jedoch korrigieren: Es habe sich um die beste Samba gehandelt, die in der Geschichte der Show getanzt worden sei - egal ob von einem Kandidaten oder einer Kandidatin. Mit den im Anschluss folgerichtig vergebenen 30 Punkten stellte Endlich dann auch einen Rekord ein. Es war das erste Mal bei "Let's Dance", dass die Höchstpunktzahl für eine Samba vergeben wurde - und Llambi hätte sogar 15 Zähler verteilt, wenn er gedurft hätte.

Deutlich weniger enthusiastisch fiel daraufhin die Bewertung von Sabrina Mockenhaupts (38) und Erich Klanns (32) langsamem Walzer zu "Can You Feel the Love Tonight" von Elton John aus. Die harte Arbeit habe sich allerdings gelohnt, wie Mabuse urteilte. "Man sieht die Entwicklung." Und Llambi feixte für den Fall, dass Mockenhaupt und Klann weiterkommen sollten: "Du darfst dann nicht die Probleme wie Christian mit dem Hemd haben." 19 Punkte.

"Das war pures Entertainment. [...] Das war super Energie. Das war Show", zeigte sich González nach Barbara Beckers (52) und Massimo Sinatós (38) Charleston zu Deorros und Elvis Crespos "Bailar" beeindruckt. Das konnte auch Mabuse nur bestätigen. "Es war sehr unterhaltsam", schloss sich selbst Llambi an. Gute 24 Punkte waren die Folge.

Ex-Handballer Pascal Hens (39) und Ekaterina Leonova (32) zeigten im Anschluss einen Quickstep zu "Wenn nicht jetzt, wann dann?" von den Höhnern - und brachten damit das ganze Studio dazu, eine Handball-Fete zu feiern. Singend warf Mabuse Hens ihre Zehn-Punkte-Kelle zu - und González folgte ihrem Beispiel. "Alles war wirklich top, kann man nicht viel meckern", meinte auch Llambi. Bei derartig guter Stimmung war abzusehen, dass Hens als erster männlicher Promi in dieser Staffel die 30 Punkte einheimsen würde.

Ein tanzender Freddie Mercury

Für Oliver Pocher (41) und Christina Luft (29) sollte es zwar nur 20 Punkte geben, aber Pocher beeindruckte Jury und Publikum neben seiner Tanzkunst vor allem mit einer gelungenen Persiflage auf "Bohemian Rhapsody" von Queen. Verkleidet als Freddie Mercury - inklusive Schnauzer und Brusthaartoupet - brachte er González derart zum Lachen, dass der sich gar nicht mehr einkriegen wollte. Mabuse lobte besonders Pochers Energie bei der witzigen Darbietung eines Paso Doble.

Der letzte Tanz des Abends sollte noch einmal emotional werden. Der gehörlose Schauspieler Benjamin Piwko (39) entführte die Zuschauer, die Jury und Isabel Edvardsson (36) mit einer Rumba zu Lady Gagas und Bradley Coopers "Shallow" aus "A Star Is Born" in seine Welt. Während der Performance hielt Piwko seiner Tanzpartnerin die Ohren zu - und die Musik im Raum hörte auf zu spielen. In Stille tanzten die beiden weiter und brachten Mabuse mit ihrem Auftritt sogar zum Weinen. Llambi sprach von einer "wunderschönen Leistung". 27 Punkte für Piwko.

Es war natürlich absehbar, dass weder Hens, Endlich noch Piwko bei der folgenden Entscheidung zittern würden müssen. Anders sah das jedoch bei Mockenhaupt und Ott aus. Während auch alle anderen Promi-Kandidaten sicher waren, sollte sich zwischen der Langstreckenläuferin und der DJane entscheiden, wer in der kommende Woche nicht mehr dabei sein wird. Die Fernsehzuschauer zeigten sich gnädig. Wie von ihr selbst gewünscht, durfte die freudig strahlende Ott ihre Tanzschuhe einpacken.

Alle Infos zu "Let´s Dance" im Special bei RTL.de

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