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Eine Herzensangelegenheit: Mette-Marit und Haakon in der Suppenküche

Damit begeistern Mette-Marit und Haakon ihr Land

Das norgewische Kronprinzenpaar Mette-Marit und Haakon hat so kurz vor Weihnachten einmal mehr gezeigt, dass ihr Herz am rechten Platz liegt: Die beiden haben in einer Suppenküche Essen an Obdachlose ausgeschenkt und sich viel Zeit für sie genommen. 

'Mette-Marit in der Suppenküche‘. Klingt irgendwie nach einem skandinavischen Weihnachtsmärchen, ist aber Realität – und gerade das royale Talk-Thema in ganz Norwegen. Der heimliche, weil vorher nicht angekündigte, Besuch von Kronprinz Haakon und seiner Frau Mette-Marit in einer kirchlichen Missionsspeisung ist eine kleine Sensation – eine, die mich begeistert, aber nicht wirklich überrascht hat.

Denn Mette-Marit und Haakon zeigen einmal mehr, dass sie keine 'Glam-Royals' sind, die durch stylische Auftritte oder großen Bahnhof auf sich aufmerksam machen. Der künftige König und seine bürgerliche Frau (mit Party-Vergangenheit) sehen sich nämlich nicht als abgehobene Blaublüter mit besonderem Rang, sondern wollen vor allem eines sein: die erste Familie des Landes.

Die Royals in Norwegen – übrigens der jüngsten Monarchie Europas – zeigen der Welt, was es heute heißt, als König und Königin ein Land zu repräsentieren. Es heißt nämlich vor allem Menschen aller Schichten, Religionen, Hautfarben und Wurzeln integrieren zu wollen.

Dass es an diesem Tag 'Kjøttkaker Royal‘, also königliche Frikadellen und 'Fårikål á la Mette-Marit‘ (Hammelfleisch mit Kohl nach Prinzessinnen-Art) als besonderen Gaumenschmaus gab, stimmt übrigens nicht. Das hätte die Aktion auch genau dahin gerückt, wo sie definitiv nicht hingehört. In die Ecke einer billigen Weihnachts-PR mit Menschen, die sich nicht wehren können. Die Kronprinzessin verteilte tatsächlich heiße Gemüsebrühe, dazu Brot mit Butter! Und sagte: "Es ist gut, dass wir Angebote wie diese haben.“

Nein, der Besuch in der kirchlichen Suppenküche in Oslo ist Lichtjahre entfernt etwa von der peinlichen Posing-Aktion von Mariah Carey 2005 mit einem Obdachlosen in Los Angeles. Mette-Marit und Haakon haben das nicht nötig. Sie helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird – und das nicht bloß zur Weihnachtszeit. "Wir haben ein fantastisches Kronprinzenpaar, sie machen einen tollen Job für unser Land", ist bei Facebook zu lesen; und dem schließe ich mich an. Und das auch nicht nur zur Weihnachtszeit.

Mit royalen Grüßen

Michael Begasse