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Ein langer Blick in Brad Pitts traurige blaue Augen: Filmkritik "Ad Astra"

Brad Pitts blaue Augen in "Ad Astra" - Videokritik
01:32 Min Brad Pitts blaue Augen in "Ad Astra" - Videokritik

von Mireilla Zirpins

Brad Pritt spielt einen deprimierten Astronauten, der auf eine heikle Mission zum Mars geschickt wird. Er soll dort seinen verschollenen Vater aufspüren. James Gray stylish-düsteres Wetlraum-Epos ist mit Sicherheit einer der eindrucksvollsten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre, auch wenn er es mit Vorbildern wie "Solaris", "2001" oder "Gravity" nicht ganz aufnehmen kann. Warum erklären wir in unserer Video-Filmkritik - zwei Stunden Film in anderthalb Minuten.

Ein langer Blick in Brad Pitts traurige blaue Augen

Er wirkt immer introvertiert und irgendwie traurig, dieser Space-Officer Roy, den Brad Pitt in James Grays "Ad Astra" verkörpert. Man glaubt glatt zu verstehen, warum es ihn zu den Sternen zieht. Fort von all den komplizierten Beziehungen mit Menschen wie zum Beispiel zu seiner Ex (Liv Tyler), die nur momenthaft und fast unscharf in Erscheinung tritt wie in einem Traum. Fort von seiner traurigen Familiengeschichte, in der der Vater (erschütternd intensiv als getriebener Weltraumforscher: Tommy Lee Jones) schon in der Kindheit die Familie verließ. Um im Weltraum sein Glück oder besser außerirdisches Leben zu suchen.

Als kosmische Wellen die Erdbevölkerung in ernste Schwierigkeiten bringen, wird ausgerechnet Roy ins All geschickt. Denn man vermutet, sein verschollener Vater könnte noch irgendwo da draußen sein und seine Finger im Spiel haben. Wie in einer klassischen Tragödie scheint seine Situation ausweglos. "Als hätte ich eine Wahl", knurrt Roy, als er aufbricht zu seiner fremdbestimmten und doch sehr persönlichen Odyssee im Weltraum, die erklärtermaßen von Francis Ford Coppolas "Apocalypse Now" inspiriert ist. Zudem ist die Verlockung für Roy zu groß, auf seine alten Tage noch mal Angesicht zu Angesicht seinem Vater gegenüberzustehen.

Es ist erstaunlich, was Brad Pitt in der Reduktion für eine Wirkung entfaltet Oft lässt die Kamera uns lange tief in seine betrübten blauen Augen schauen. Nach "Once Upon A Time In Hollywood" liefert er erneute eine sehr lässige und zugleich introvertiere Performance. Und sieht mindestens genau so gut aus wie als schluffiger Stuntman bei Tarantino! Überzeugen Sie sich selbst in unserem Clip!