Tragischer Unfall

Ein Jahr nach Todesschuss: Alec Baldwin verklagt "Rust"-Set-Mitarbeiter

ARCHIV - 23.01.2019, USA, New York: US-Schauspieler Alec Baldwin steht während eines Gerichtstermins in einem Gerichtssaal in New York. (zu dpa «Todesschuss bei Western-Dreh: Alec Baldwin verklagt Filmcrew») Foto: Alec Tabak/Pool The Daily News/AP/dp
Todesschuss bei Dreharbeiten mit Alec Baldwin © dpa, Alec Tabak, ML cul kay ost hjb kde

Rund ein Jahr nach dem tödlichen Schuss auf die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins hat Alec Baldwin (64) Klage gegen vier Kollegen eingereicht. Er wolle damit seinen Ruf wiederherstellen.

Klage gegen vier Kollegen

Kamerafrau Halyna Hutchins
Kamerafrau Halyna Hutchins wurde im Oktober 2021 von Alec Baldwin erschossen. © Instagram/ halynahutchins

Im Oktober 2021 ereignete sich am Set des Low-Budget-Western „Rust“ ein tragischer Unfall. Während der Dreharbeiten löste sich ein Schuss aus der Waffe Baldwins, doch anders als erwartet befand sich eine echte Kugel im Lauf der Waffe und verletzte Halyna Hutchins tödlich. Das Unglück ereignete sich in Santa Fe auf einer Filmranch in New Mexico.

Nun hat der Schauspieler eine Klage eingereicht, obwohl gegen ihn bald selbst ein Gerichtsverfahren starten könnte. Seine Gegenklage richtet sich an Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed, dem ersten Regieassistent Dave Halls, dem Requisitenlieferanten Seth Kenney und die Requisiteurin Sarah Zachry, wie „Daily Mail“ berichtet. In der Klageschrift heißt es: „Diese Tragödie ereignete sich, weil scharfe Kugeln an den Drehort geliefert und in die Waffe geladen wurden, Gutierrez-Reed es versäumte, die Kugeln oder die Waffe sorgfältig zu überprüfen, Halls es versäumte, die Waffe sorgfältig zu überprüfen und dennoch verkündete, die Waffe sei sicher, bevor er sie Baldwin übergab. Und Zachry versäumte es offenzulegen, dass Gutierrez-Reed außerhalb des Drehorts rücksichtslos gehandelt hatte und ein Sicherheitsrisiko für die Menschen in ihrer Umgebung darstellte.“

Mit seiner Gegenbeschwerde wolle er seinen Ruf wiederherstellen. Doch die „New York Times“ berichtet, dass er auch eine finanzielle Entschädigung verlangt, denn Alec Baldwin verlor durch das Ereignis mehrere Jobs.

Die Widerklage beruht auf einer Klage, die eine Skript-Aufseherin nach dem Unglück gegen den Schauspieler und weitere Filmcrew-Mitglieder eingereicht hatte.

Alec Baldwin sieht sich als unschuldig

Alec Baldwin wies seit dem tragischen Unglück die Schuld von sich. Bereits vor seiner Gegenklage waren die Waffenmeisterin und der Regieassistent auf dem Radar der Polizei. Doch der Anwalt der Waffenmeisterin wies die Anschuldigungen zurück: „Er (Baldwin) war derjenige, der auf Halyna geschossen hat. Es ist seine Schuld, die Schuld von niemandem sonst.“

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