Drama um Daniel Küblböck: Suche läuft weiter - Chancen auf Rettung gering

Drama um Küblböck - Chancen auf Rettung sind gering

Seit einem Tag wird Daniel Küblböck (33) vermisst. Der DSDS-Dritte von 2003 ging auf einer AIDA-Kreuzfahrt von Hamburg nach New York über Bord. Die Rettungskräfte suchen weiter nach ihm - aber die Chancen, den Sänger noch lebend zu finden, sind gering. 

Suche nach Daniel Küblböck läuft seit Stunden auf Hochtouren

Das Schiff befindet sich etwa 185 Kilometer vor St. John's/Neufundland.
Das Schiff befindet sich etwa 185 Kilometer vor St. John's/Neufundland. © RTLi & Facebook

Nach 24-stündiger Suche schwinden die Hoffnungen, Daniel Küblböck retten zu können. Der Sänger war am frühen Sonntagmorgen gegen 5 Uhr in den Atlantik ungefähr 185 Kilometer nördlich von St. John's/Neufundland gesprungen. Die Wassertemperatur beträgt in dem Gebiet etwa 10,5 Grad. Direkt nach Daniels Verschwinden kehrte die AIDA mit 2.200 Gästen und 600 Crew-Mitgliedern zurück an die mutmaßliche Unglücksstelle, um den 33-Jährigen noch lebend zu finden.

Die kanadische Küstenwache leitete eine groß angelegte Suchaktion ein, an der ein Hubschrauber und ein Aufklärungsflugzeug sowie neben der Aidaluna ein weiteres Kreuzfahrtschiff, die MS Zuiderdam (Holland America Line), und später auch zwei Schiffe der Küstenwache beteiligt waren. Die Suche verlief bis zum späten Abend erfolglos. Die AIDA setzte nach Einbruch der Dunkelheit ihre geplante Route Richtung New York fort. Über Nacht suchte nur ein Schiff der Küstenwache weiter. Am Montag wird die Suche durch Unterstützung aus der Luft fortgesetzt. 

Daniel Küblböck sprang von Kreuzfahrtschiff

Es gebe Grund zu der Annahme, dass der ehemalige DSDS-Kandidat absichtlich gesprungen sei. "Das ist unsere Vermutung", sagte AIDA-Sprecher Hansjörg Kunze in Hamburg. In einer Stellungsnahme äußerte sich der Kreuzfahrt-Anbieter wie folgt: "AIDA Cruises bestätigt, dass am frühen Morgen des 9. September 2018 ein Gast von AIDAluna auf dem Seeweg nach Neufundland über Bord gesprungen ist. Der Kapitän und die Crew von AIDAluna haben umgehend und in enger Abstimmung mit den örtlichen zuständigen Behörden alle erforderlichen Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Ein Kabinencheck wurde durchgeführt, der bestätigte, dass ein männlicher Gast, Daniel Küblböck, vermisst wird. Das Schiff wurde vorsorglich gestoppt und zur Stelle zurückgefahren, wo der Vorfall angenommen wurde."

Passagier berichtet: "Man merkt eine gewisse Anspannung"

Die Suche nach Daniel Küblböck in der Labrador See, 185 Kilometer von Neufundland, läuft auf Hochtouren.
Die Suche nach Daniel Küblböck in der Labrador See läuft auf Hochtouren. © Niclas Krasenbrink

Auf dem Kreuzfahrtschiff herrschte nach dem Verschwinden des Sängers Unruhe. "Es wurden zwei Rettungsboote ins Wasser gelassen. Die komplette Crew musste Schwimmwesten anlegen", teilte ein Passagier, der die ganze Suchaktion miterlebt hat, RTLnext mit. "Wir wurden gegen 6 Uhr von Durchsagen der Crew geweckt. Danach ging ein Alarm los." Weiter berichtet er: "Zirka drei Stunden später wurde jede einzelne Kabine durchsucht. Also gecheckt, ob sich die vermisste Person nicht irgendwo versteckt hat." Seitdem gebe es beinah stündlich Durchsagen zur aktuellen Lage, doch es ändere sich nicht viel. "Man merkt eine gewisse Anspannung", berichtet der Passagier. 

Vater von Daniel: "Ich klammere mich jetzt nur an die Hoffnung, dass irgendwie doch noch alles gut wird!"

Ein furchtbare Nachricht, auch für Daniels Vater Günther Küblböck. Er äußerte sich in der "Bild"-Zeitung folgendermaßen: "Ich klammere mich jetzt nur an die Hoffnung, dass irgendwie doch noch alles gut wird!" Auch Daniels Fans sind besorgt: "Ich hoffe, sie finden ihn", postet einer seiner Instagram-Follower unter sein zuletzt gepostetes Bild. Und: "Ich bete für dich, mein Freund."

Wenn Sie Selbstmord-Gedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.