Offenbar kein Platz für neuen "Super-Berater"

Doch kein Ferrari-Comeback für Jean Todt

ARCHIV - 28.07.2019, Baden-Württemberg, Hockenheim: Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von Deutschland. Jean Todt, Präsident des Welt-Automobilverbands FIA, kommt vor dem Rennen ins Fahrerlager. (zu dpa: «Weltverbandschef Todt verteid
Jean Todt © dpa, Fabian Sommer, som gfh nic

Ferrari will in der Formel 1 wieder an die Spitze – allerdings werden die Italiener dieses Vorhaben wohl ohne ihren ehemaligen Boss Jean Todt angehen. Erst vor wenigen Wochen hatte die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, der 75-Jährige werde in einer neuen „Super-Berater-Rolle“ einsteigen. Doch jetzt offenbar die Rolle rückwärts: Laut "Sport Bild" wird es keine Rückkehr geben.

Neue Organisationsstruktur - ohne Todt

Seine erfolgreichsten Jahre erlebte Ferrari unter der Regie von Jean Todt: Zwischen 1993 und 2008 arbeitete der Franzose als Teamchef für die Italiener und feierte mit Michael Schumacher einst fünf Fahrer-Titel in Serie. Zuletzt fungierte Todt als Präsident der FIA, gab diesen Posten aber ab Ende 2021 ab.

Nicht nur deshalb wurde bereits über eine erneute Zusammenarbeit zwischen Todt und Ferrari spekuliert. Allerdings hat die Scuderia im Januar die Organisationsstruktur angepasst, wodurch es für den 75-Jährigen offenbar keinen Platz mehr gibt.

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hätte sich eine Verpflichtung des Schumacher-Vertrauten durchaus vorstellen können. "Ich habe mit Jean Todt gearbeitet, und eine Menge von ihm gelernt. Es war eine Ehre. Ich würde sagen, dass es auch in Zukunft eine Ehre für mich sein würde", sagte der 52-Jährige angesprochen auf die Gerüchte. Jedoch muss Binotto wohl ohne Todt im Hintergrund auskommen.

Dennoch gilt Ferrari in der kommenden Saison durchaus wieder als Kandidat auf Siege. Besonders die Regel-Änderungen bezüglich der Aerodynamik sollen aus der Sicht des italienischen Teams zum Vorteil werden. Schon im letzten Jahr verbesserte sich die Scuderia in der Teamwertung vom erschreckend schwachen sechsten Platz aus 2020 auf die respektable dritte Position. (Quelle: sport.de)