"Die Verlegerin": Meryl Streep & Tom Hanks kämpfen für Pressefreiheit

"Die Verlegerin": Meryl Streep & Tom Hanks kämpfen für Pressefreiheit
Tom Hanks als Ben Bradlee und Meryl Streep als Kay Graham in den Räumen der "Washington Post" in "Die Verlegerin". © ARD Degeto/© NBC Universal, SpotOn

Steven Spielbergs Film im Free-TV

Mit "Die Verlegerin" kommen am 20. Juli (20:15 Uhr, Das Erste) die Geschehnisse rund um die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere im Jahr 1971 ins deutsche Free-TV. Im Zeitalter der "Fake News" widmet sich Regie-Ikone Steven Spielberg (73, "Indiana Jones") der Pressefreiheit - und schickt dafür die Hollywood-Lieblinge Meryl Streep (71, "Der Teufel trägt Prada") und Tom Hanks (64, "Forrest Gump") los. Ein Film, der ein klares Statement setzt.

Darum geht es in "Die Verlegerin"

Im Jahr 1971 steht mit Katharine "Kay" Graham (Meryl Streep) eine Frau an der Spitze des US-Verlags, der die renommierte "Washington Post" herausbringt. Als erste weibliche Zeitungsverlegerin in Amerika hat Kay keinen leichten Stand, außerdem steht die Zeitung kurz vor dem Börsengang. Brisant wird es, als Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) über einen riesigen Vertuschungsskandal im Weißen Haus berichten will, in den allein vier US-Präsidenten verwickelt sind. Für die Pressefreiheit riskieren Kay und Ben nicht nur ihre Karrieren, sondern auch die Zukunft der "Post". Und ihr Gegner ist ausgerechnet die US-Regierung...

Ein Plädoyer für die Pressefreiheit

"Die Verlegerin" mag zwar im Jahr 1971 spielen, doch der Film scheint aktueller denn je zu sein - vor allem in der Ära von US-Präsident Donald Trump (74), der die Presse ausdrücklich zum "Volksfeind, erklärt hat.

In "Die Verlegerin" wird ein Polit-Skandal von der "Washington Post" mit aufgedeckt, den die US-Regierung damals zu vertuschen versuchte. Aus den Pentagon-Papieren, einst geheime Dokumente des US-Verteidigungsministeriums, ging hervor, wie die Öffentlichkeit über den Vietnamkrieg falsch informiert wurde.

Steven Spielberg hat mit seinem Filmdrama ein Plädoyer für die Pressefreiheit und für den Zeitungsjournalismus geschaffen. Die Botschaft ist klar: Die Aufgabe der Medien ist es, im Auftrag des Volkes die Politik zur Verantwortung zu ziehen. Es wird weniger der investigative Journalismus gezeigt, der etwa den Oscar-prämierten Streifen "Spotlight" (2015) auszeichnete. In "Die Verlegerin" steht die Entscheidungsfindung hinter den Kulissen im Vordergrund. Die Story ist bereits vorhanden, doch wird sie abgedruckt oder nicht? Welche Konsequenzen drohen und ist es das Risiko wert, um die Wahrheit ans Licht zu bringen?

Diese Entscheidung liegt im Film bei Oscarpreisträgerin Meryl Streep. Als Kay Graham (1917-2001) muss sich Streep umgeben von Männern erst einmal Gehör verschaffen. Sie wird belächelt und nicht ernst genommen als erste weibliche Verlegerin der USA. Eine ungewöhnliche Figur für Streep, die selten Rollen spielt, in denen sie an sich selbst zweifelt und zuweilen regelrecht hilflos wirkt. Tom Hanks bleibt als Ben Bradlee (1921-2014), der damalige Chefredakteur der "Washington Post", etwas blass. Doch am Ende finden beide zu alter Stärke.

Fazit

"Die Verlegerin" ist der erste Film, den das Trio Hanks, Spielberg und Streep gemeinsam stemmt. Der Streifen vermittelt eine klare und vor allem wichtige Botschaft im Hinblick auf Pressefreiheit und Journalismus sowie die Verantwortung, die damit einhergeht. Das ist in Zeiten von "Fake News" aktueller denn je.

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