Deutscher Comedypreis 2017: Kebekus und Kerkeling und Chris Tall rocken den Abend

Lustig. Bewegend. Überraschend

Lustig. Bewegend. Überraschend - so lässt sich die Verleihung des Deutschen Comedypreises am Dienstagabend in Köln zusammenfassen. Comedian Chris Tall, der durch den Abend führte, hatte sein Publikum im Griff und Hape Kerkeling rührte - nach dreijähriger TV Abstinenz- mit seiner Laudatio auf Ottfried Fischer zu Tränen.

An Carolin Kebekus kommt keiner vorbei

Carolin Kebekus kennt das. 2016, 2015, 2014, 2013 - Jahr für Jahr hielt sie den Deutsche Comedypreis als 'Beste Komikerin' in der Hand. 2017 ist es nicht anders. Wobei: Eines ist dann doch anders. In diesem Jahr ist es der komplette Triumph. Sie sei jetzt "nicht nur für eine Frau lustig", stellt Kebekus in ihrer Dankesrede bei der Preisverleihung in Köln fest. "Sondern auch lustiger als die Typen". Weil es beim Deutschen Comedypreis 2017 keine getrennten Kategorien für Frauen und Männer mehr gibt, war Kebekus zusammen mit vier Männern in der gemeinsamen Kategorie 'Beste Komikerin/Bester Komiker' nominiert worden: Luke Mockridge, Sascha Grammel, Olaf Schubert und Torsten Sträter.

Als bester Schauspieler wurde 'Dittsche'-Darsteller Olli Dittrich (60) geehrt. Gleich zwei Preise staubte Luke Mockridge (28) ab. Zum einen für seine Comedy-Show 'Luke! Die Woche und ich', zum anderen als 'Erfolgreichster Live-Act'.

Sascha Grammel (43) erhielt für sein Live-Programm 'Ich find's lustig' ebenfalls einen Comedy-Preis für das 'Beste TV-Soloprogramm'.

'Der Tatortreiniger' wurde zur besten Comedyserie, die 'heute show' zur besten Satire-Show gekürt. Auf der Leinwand überzeugte dagegen 'Willkommen bei den Hartmanns' als 'Beste Kino-Komödie'.

Standing Ovations für Hape Kerkeling und Ottfried Fischer

Standing Ovations gab es für Hape Kerkeling, der nach dreijähriger Bühnen-Pause die Laudatio auf Ottfried Fischer hielt. "Für diejenigen, die mich nicht kennen, oder die sich partout nicht erinnern wollen: Mein Name ist Kerkeling. Ich war mal dünn, ziemlich lustig, vor allem aber weg," stellte sich Kerkeling vor. Ottfried Fischer kam, körperlich sichtlich angeschlagen, im Rollstuhl auf die Bühne. Doch im Kopf war frisch wie eh und je. Der 63-Jährige forderte von den versammelten Kollegen im Saal "Haltung" ein. "Macht denen, die euch lieben, deutlich, dass diejenigen, die eine "Alternative für Deutschland" anbieten, die falsche Alternative haben", sagt er. "Das ist die Alternative, die endet im Krieg".