„Der Wendler“: Wie Michael Wendler zur menschlichen Marke wird

Michael Wendler performt immer wieder im Megapark (Mallorca)
Michael Wendler performt immer wieder im Megapark (Mallorca) © imago images/nicepix.world, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Klicks und Streams sind bares Geld wert

Der öffentlich ausgetragene Streit zwischen Oliver Pocher und Michael Wendler erreicht am Sonntag den 1. März um 20:15 in der RTL-Liveshow „Pocher vs. Wendler - Schluss mit lustig!“ seinen Höhepunkt. Schon jetzt verdient der Schlagerstar gut daran. Sein Song „Egal“ hat auf YouTube schon 5,6 Millionen Klicks erreicht – und die sind schließlich bares Geld wert. In den iTunes Charts ist der Song auf Platz 3 geklettert, auch dafür klingelt bei dem Musiker die Kasse. Im Interview erklärt Markenexperte Jon Christoph Berndt, warum das für den Wendler so wertvoll ist.

Aufmerksamkeit ist die härteste Währung der Welt

„Wenn du heutzutage die Aufmerksamkeit haben willst, musst du dein Schamgefühl außen vor lassen“, so Markenexperte Jon Christoph Berndt. Und das hat der Wendler offenbar verstanden. Er sei sich für nichts zu schade, im Gegenteil: „Der steckt ein, aber im Grunde ist das genau das, was er will und braucht um die mediale Aufmerksamkeit zu bekommen und zum Schluss auch Geld zu verdienen.“

Wer viel geklickt wird, verkauft auch viel Werbung. Und auch wenn dabei jeweils nur Cent-Beträge für den Wendler abfallen, in der Summe ist das viel Geld. Solange er es schafft im Gespräch zu bleiben, bleibt er außerdem auch für Plattenfirmen und die Presse interessant. Die wollen dann auch ein Stück von dem Aufmerksamkeits-Kuchen abhaben und bieten ihm zusätzliche Präsentations-Flächen an. Er macht sich sozusagen selbst zur Marke.

Wendler müsse auch „ganz schön belastbar sein“

Sich durch den Kakao ziehen lassen, für seinen Lebensunterhalt, das sei zwar legitim, „da muss man aber auch ganz schön belastbar sein“, findet unser Markenexperte. Wer das aushält, der kann sich sagen, „schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten im Sinne von Klicks“. Schließlich muss man es erst mal schaffen, dass überhaupt über einen gesprochen wird. Und so werde man sozusagen zur „menschlichen Marken“, auch „Human Brand“ genannt. Die seien genauso begehrenswert und attraktiv wie Unternehmen deren Produkte wir alle gerne kaufen. Daniela Katzenberger oder Verona Poth seien da vergleichbare Beispiele, so Berndt. Und laut dem Markenexperten spielt Wendlers Freundin Laura Müller dabei eine entscheidende Rolle: „Durch die Freundin wird der Wendler zum Thema für die ganze Familie“. Und außerdem, gibt es dann einfach noch ein paar Kapitel mehr, in der Geschichte um den Wendler.