Depeche Mode leisten sich in 'Spirit' keinen Optimismus mehr

Depeche Mode: Untergangsfantasien des 21. Jahrhunderts
Dave Gahan © Cover Media, CoverMedia

Es wird nicht besser

Depeche Mode hat nicht viel Hoffnung. Die Band sorgt derzeit mit ihrem neuen Album 'Spirit' für Schlagzeilen, das voller Untergangsprophezeiungen steckt. Dave Gahan (55) und Martin Gore (55) verweigern sich allerdings dem Begriff des Pessimismus. Sie seien lediglich realistisch, erklärten sie der 'Frankfurter Neuen Presse'. Vor allem Martin könne sich nach der Geburt seiner Tochter vor einem Jahr keinen Optimismus mehr leisten, der die ganze Welt in rosarotes Licht tauche: 

"Ich denke, wenn du in der heutigen Zeit ein Kind in die Welt setzt, dann musst du immer mit dem Schlimmsten rechnen. Es gibt eine allgegenwärtige Gefahr, Atomkrieg inklusive. Wir haben seit einigen Monaten einen verrückten Mann im größten und wichtigsten Amt der Welt. Wer weiß schon, was da passieren wird." 

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Sein Kollege Dave stimmte ihm zu, auch wenn seine Kinder schon erwachsen sind: "Du willst, dass die Kinder geborgen und in Freiheit aufwachsen. Dass sie sich entscheiden können, wie sie leben wollen. Die Angst, die Politiker wie Trump verbreiten, ist irreal, verrückt. Überall auf der Welt wollen die Menschen in Frieden, Sicherheit und Freiheit leben. Die Welt lässt sich nicht einteilen in die Guten und die Bösen."

Zuvor hatte Martin Gore bereits gegenüber 'rp-online.de' erklärt, warum die Stimmung des aktuellen Albums von Depeche Mode so gut zu seiner eigenen passe: "Ich bin enttäuscht von der Menschheit zurzeit, das sind trostlose Zeiten. Wenn man beim Liederschreiben mit vollem Herzen dabei ist, ist die Reaktion Zorn."

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