Daniel Küblböcks Vater gibt sein vorerst letztes Interview

Günther und Daniel Küblböck
Über seinen Sohn zu sprechen, fällt Günther Küblböck sichtlich schwer. © picture alliance, Henning Kaiser/Sven Simon

Günther Küblböck gibt "Wunschtraum" nicht auf

Dreieinhalb Monate ist es her, dass der einstige "Deutschland sucht den Superstar"-Teilnehmer Daniel Küblböck sich angeblich von einem Kreuzfahrtschiff ins Meer stürzte und seitdem verschwunden ist. Sein Vater Günther Küblböck gibt die Hoffnung weiterhin nicht auf, dass sein Sohn noch lebt, wie er jetzt in einem Interview mit der "tz" verraten hat.

"Es wird seine Zeit brauchen, bis wir die Tragödie verarbeiten können"

Es soll das vorerst letzte Interview von Günther Küblböck sein. Er möchte endlich zur Ruhe kommen. "Wir müssen das Geschehene jetzt leider so annehmen, wie es ist und es wird sicher seine Zeit brauchen, bis wir alle in der Familie diese Tragödie verarbeiten können", sagt er gegenüber der Online-Redaktion der "tz". "Uns als Angehörige bleibt auch nichts anderes übrig, als zu versuchen, allmählich wieder Normalität zurück zu gewinnen." Sein Sohn Daniel Küblböck, der an der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" teilnahm, sprang vermutlich am 9. September vom Kreuzfahrtschiff AIDAluna. Seither ist für Günther Küblböck nichts mehr so, wie es einmal war.

Lebt Daniel Küblböck noch?

Bis heute gibt es Theorien, dass der Sänger sein Verschwinden nur inszeniert hätte – und sich nicht das Leben durch einen Sprung ins eiskalte Meer nahm. Auch Günther Küblböck klammert sich oftmals an diesen Gedanken, wie er verrät: "Einen Wunschtraum hat man immer im Hinterkopf. Aber ich bin natürlich auch Realist. Zumal ich weiß, in welcher psychischen Verfassung Daniel zu diesem Zeitpunkt war."

Sein Vater will das Überwachungsvideo nicht sehen

Laut der Staatsanwaltschaft Passau gibt es ein Überwachungsvideo, welches eine Person zeigt, die mutwillig über Bord des Dampfers springt. "Die Qualität dieses Videos ist nicht sehr gut, es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich. Aber man sieht, dass jemand ins Wasser springt. Es passt auch auf die Uhrzeit", so Oberstaatsanwalt Walter Feiler. Für Günther Küblböck kein ausreichendes Indiz, dass es sich hierbei um seinen Sohn handelt. Zudem wolle er sich besagtes Video auch niemals ansehen! Er sagt: "Es würde mir auch nichts bringen, denn die Aufnahmen sind sehr unscharf. Es gibt keine genaue Personenerkennung."

Er versucht, zurück in den Alltag zu finden

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist der Schmerz für Günther Küblböck unerträglich. Doch: "Erstmal bleibt immer noch die normale Alltagsrealität, die ich, wie jeder andere auch, erledigen muss. Auch um gewisse Belange von Daniel muss ich mich noch weiterhin kümmern. Großartige Pläne habe ich daher nicht, ich versuche einfach, alles noch Anstehende bestmöglichst zu erledigen."