WG feiert Corona-Party: Nachbarin reagiert mit genialem Brief

schmutziger Boden nach einer Party
Eine WG feierte trotz Corona wild und laut - die Nachbarin reagierte mit genialem Brief. © iStockphoto, Tero Vesalainen

Party trotz Kontaktbeschränkungen? Nachbarin schreibt Brief an „Feierbiester“

Seit einigen Tagen gelten in Deutschland strengere Kontaktbeschränkungen: Im öffentlichen Raum – egal, ob draußen oder in geschlossenen Räumen, dürfen sich im November wieder nur Menschen aus zwei Haushalten miteinander treffen, und zwar maximal 10 Personen. In einigen Bundesländer gelten die neue Maßnahmen auch explizit für die eigenen vier Wände. So auch in Hamburg. Trotzdem feierte dort eine WG scheinbar eine wilde Corona-Party. Eine Nachbarin der „Feierbiester“ fand das gar nicht witzig - und reagierte mit einem genialen Brief, der nun im Netz die Runde macht.

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3 Parties, 7 Druffies und eine Blutlache im Hausflur

"Liebe Mitbewohner, liebe Feierbiester, ein besonders herzlicher Gruß an die WG im zweiten Stock rechts!" - so beginnt Steffi Banowski ihren Brief, den sie nicht nur an ihre Nachbarn adressiert, sondern auch auf Facebook postet. Darin beschreibt die Hamburgerin, was sich aus ihrer Perspektive am Halloween-Abend in und um ihr Wohnhaus zugetragen hat: "3 Parties + eine Zweigstelle auf der Verkehrsinsel, auf der 7 Druffies in Stadionlautstärke die schönsten Szenen der vergangenen 6 Fusions nachraven + eine (fast schon liebgewonnene) Graswolke im Hausflur.“ Morgens sei die Mutter zweier Kinder im Treppenhaus dann auch noch in eine nur halbherzig aufgewischte Blutlache getreten.

"Meine Kinder haben seit 7 Monaten ihren Opa nicht mehr gesehen"

Sie könne die Feierwut ihrer jüngeren Nachbarn durchaus nachvollziehen, schreibt sie weiter. "7 Monate feierfrei sind in eurer Lebensphase wirklich scheiße." Aber auch für ihre Kinder habe sich durch die Pandemie einiges geändert: "Meine Kinder haben seit 7 Monaten ihren Opa nicht mehr gesehen, dürfen keine Kindergeburtstage feiern, nicht zum Sport und sich nur zu zweit treffen", zählt die Nachbarin auf. Immerhin der Gang in die Schule sei ihnen aktuell gestattet - jedoch nur mit Maske, 8 Schulstunden lang. Auch die von vielen beweinte Veranstaltungsbranche bleibe „im Arsch“, wenn sich die Feierwütigen nun nicht zusammenreißen, erklärt die Hamburgerin und kommt sodann mithilfe einer einer plakativen Gleichstellung zum Punkt:

"Arsch zusammenkneifen + Zeit = Fun
Arsch nicht zusammenkneifen + Zeit = Kein Fun
Feiern + ich = Polizei"

Facebook-User feiern die schlagfertige Nachbarin

Im Netzt erhält die selbsternannte "verhärmte Alte mit den 2 Bälgern aus dem 3. Stock" viel Zuspruch und wird für ihre witzigen, aber dennoch wahren Worte gelobt. „Du sprichst mir aus dem Herzen!“, schreibt ein Facebook-Nutzer. „Ich wünschte, es gäbe mehr von Deiner couragierten Sorte!“ "Vielen Dank für diese Reaktion. Mit Humor lässt es sich besser ertragen", stimmt ein anderer zu. "Schreibst Du das auch für andere Haushalte? Ich frag für ne Freundin", scherzt eine weitere Kommentatorin.

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