Collien Ulmen-Fernandes stürzte durch ihre Kinder in totales Karriere-Tief

Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes (32) blickt am 20.01.2014 in Berlin in die Kamera des Fotografen. Foto: Kay Nietfeld/dpa
Collien Ulmen-Fernandes: Karriereknick nach Geburt ihrer Tochter © picture alliance / dpa, Kay Nietfeld

Collien Ulmen-Fernandes bekam keine Aufträge

Schauspielerin und Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes (39) erging es so wie vielen Müttern. Nach der Geburt ihrer Tochter vor neun Jahren erlitt sie einen regelrechten Karriereknick - denn sie erhielt über Jahre hinweg weniger Aufträge.

Collien Ulmen-Fernandes bekommt „Mama“-Stempel

Nachdem Collien Ulmen-Fernandes ihre Tochter zur Welt brachte, war sie offenbar lange nicht für Jobs interessant. Das verreit sie dem Medienmagazin „DWDL“. Als das Kind etwa anderthalb war, verriet ihr ein Kollege, dass man sie gerne für ein TV-Format angefragt hätte, aber sie sei ja jetzt „Mama“. Das hatte die heutige Gender- und Gleichberechtigungsaktivistin schlicht „umgehauen“, wie sie sagt. Dann stellte sie fest, es ging vielen Kolleginnen genauso: „Schauspielkolleginnen erzählten mir, für Produzenten – meist sind es die männlichen – bist du erst mal vier Jahre lang schwanger, bis sie überhaupt wieder an dich denken.“

Karrierewandel nach Karriereknick

Tatsächlich dauerte es vom Mama-Werden bis zum nächsten großen Projekt rund vier Jahre. Mit der RTLZWEI Doku „Hoher Preis für billige Kleidung“ (hier zu sehen auf TVNOW) überraschte die einstige „VIVA“-Moderatorin damals viele und legte ein Stück weit ihres früheren „Püppchen“-Stempels ab, wie sie glaubt. Überhaupt nahm ihre Karriere eine durchaus andere Richtung. So schreibt sie schon im sechsten Jahr einen Elternrat für die Süddeutsche Zeitung und veröffentlichte zwei Kinderbücher. Außerdem macht sie sich für Geschlechtergleichberechtigung stark – neben dervSchauspielerei und Moderation.

Im Video: Collien Ulmen-Fernandes erzieht ihre Tochter genderneutral

Collien erzieht ihre Tochter genderneutral
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Collien erzieht ihre Tochter genderneutral

Doch selbst in ihrem eigenen Umfeld stand sie als Working Mom mit eigenem Karrierewunsch als Rabenmutter da. „Viele fanden erstaunlich, dass ich es wage, als Mutter drehen zu gehen. Ich glaube, viele hätten gerne gesehen, dass ich generell zu Hause geblieben wäre, so wie es 'die Natur vorgesehen hat'. Und mich um mein Kind, meinen Mann und den Haushalt gekümmert hätte“, sagte sie den „Lübecker Nachrichten“. Und das, obwohl ihr Mann Christian Ulmen (45) und sie sich die Elternpflichten und ihre Drehzeiten gerecht aufzuteilen versuchen. „In der Zeit übernimmt dann der jeweils andere alles. Für mich ist das völlig selbstverständlich so.“ Diese Gleichstellung versuchen sie auch ihrer Tochter zu vermitteln und erzieht sie so gut wie möglich geschlechtsneutral. Das heißt, ohne Rollenklischees. (udo)