Er lag 6 Wochen im Krankenhaus

Christian Neureuther wäre beinahe an Zeckenbiss gestorben

Ein Zeckenbiss veränderte sein Leben
Ski-Legende Christian Neureuther ist dem Tod nur knapp von der Schippe gesprungen © dpa, A2514 Frank Mächler

Ein Zeckenbiss veränderte Christian Neureuthers Leben

Der ehemalige deutsche Ski-Rennläufer Christian Neureuther (72) musste durch seine große Leidenschaft, den Skisport, die ein oder andere schwere Sturz-Verletzung hinnehmen und lag deshalb auch schon öfter im Krankenhaus. Doch jetzt verbrachte der mittlerweile 72-Jährige sechs lange Wochen in einer Klinik. Auslöser: Ein Zeckenbiss mit verheerenden Folgen.

Christian Neureuther bekam eine Gehirnhautentzündung

Beim Holz hacken im Wald wurde die Ski-Legende im Sommer von einer Zecke gebissen. Dabei infizierte sich der 72-Jährige mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und bekam eine schwere Gehirnhautentzündung. Bleibt diese unbehandelt, besteht akute Lebensgefahr. Einige Wochen nach seinem Waldausflug ging es dem Ex-Ski-Profi dann immer schlechter.

Auf Drängen seines Sohnes Felix (37) ließ sich sein Vater schließlich Krankenhaus untersuchen und erhielt die Schock-Diagnose: Hirnhautentzündung! Christian Neureuther bekam daraufhin sofort eine Infusion. An die erste Zeit seiner Erkrankung kann er sich laut „BILD am Sonntag“ kaum noch erinnern: „An die erste Woche habe ich keine Erinnerung. Ich war komplett apathisch, hatte Bewusstseinsstörungen und wohl auch Fieber.“

Christian Neureuther kämpft mit Langzeitfolgen

Christian Neureuthers Ehefrau Rosi Mittermeier (71) und sein Sohn, der Skifahrer Felix Neureuther, besuchten ihn jeden Tag am Krankenbett. Dabei hatte er noch im Krankenhaus mit den schweren Folgen seiner Gehirnhautentzündung zu kämpfen, wie er im „BamS“-Interview erklärt: „Ich kam dann ins Klinikum Innsbruck auf die Neurologische Abteilung. Mein Gehirn funktionierte nicht mehr richtig. Vor meinen Augen schwamm alles von links nach rechts. Der Schwindel war Wahnsinn. Nachts, als ich zur Toilette musste, hat’s mich richtig an die Wand geschlagen. Ich konnte mich nicht aufrecht halten.“

Nach drei Wochen Klinikaufenthalt begab sich der ehemalige Profi-Ski-Sportler dann in ein Reha-Zentrum, hat aber bis heute mit Langzeitfolgen zu kämpfen: „Bis heute habe ich starke Rückenschmerzen. Den Kopf zu drehen fällt mir immer noch nicht leicht“. Mittlerweile ist seine ganze Familie gegen FSME geimpft.