Chelseas Champions-League-Traum lebt

Chelsea shead coach Thomas Tuchel reacts during the UEFA Champions League quarterfinal second leg soccer match between Chelsea FC and FC Porto at Ramon Sanchez Pizjuan stadium in Seville, Andalusia, Spain, 13 April 2021. Chelsea - Porto ACHTUNG: NUR
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FC Chelsea kommt erst in der Nachspielzeit ins Schwimmen

Die englische „Deutschland“-Filiale FC Chelsea steht erstmals seit sieben Jahren wieder im Halbfinale der Champions League. Dem Team von Trainer Thomas Tuchel reichte im Viertelfinal-Rückspiel am Dienstagabend gegen den FC Porto ein 0:1. Der Führungstreffer der Portugiesen kam zu spät.

Traumtor ist zu wenig

Porto's Mehdi Taremi scores his side's opening goal during the Champions League quarter final second leg soccer match between Chelsea and Porto at the Ramon Sanchez Pizjuan stadium, in Seville, Spain, Tuesday, April 13, 2021. (AP Photo/Angel Fernande
Was für ein Tor! © AP, Angel Fernandez, DMV

„Jetzt ist die Zeit dafür", hatte Coach Tuchel vor dem Spiel auf mögliche Titel mit seinem Team geantwortet. Nun ist der Club aus London dem großen Ziel einen Schritt näher gekommen.

Mit dem 0:1 gegen Porto lösten die Blues das Ticket fürs Halbfinale relativ problemlos – erst in den letzten Sekunden musste Chelsea zittern. Mehdi Taremi zimmerte aus zehn Metern einen Fallrückzieher rein, anschließend blieben Porto nur noch Sekunden.

Das Hinspiel in der Vorwoche hatten die Tuchel-Elf mit viel Effizienz 2:0 gewonnen. Im Rückmatch saßen die Engländer dementsprechend im Fahrersitz und beschränkten sich weitgehend auf ergebnisorientierten Fußball und Beton-Defensive. Auch die Herausforderer aus Portugal wirkten müde, Jesus Manuel Corona vergab in der 65. Minute per Kopf die bis dato beste Chance.

Rüdiger überzeugt in der Verteidigung

 Chelsea s defender Antonio Rudiger C vies for the ball with Porto s strikers Otavio L and Jesus Manuel Corona R during the UEFA Champions League quarterfinal second leg soccer match between Chelsea FC and FC Porto at Ramon Sanchez Pizjuan stadium in
Antonio Rüdiger war ein wichtiger Bestandteil der Chelsea-Defensive © imago images/Agencia EFE, Julio Munoz via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Nationalspieler Antonio Rüdiger und Kai Havertz schickte Tuchel von Beginn an aufs Feld, Stürmer Timo Werner saß 90 Minuten auf der Bank. Insbesondere Rüdiger zeigte eine starke Partie in der Innenverteidigung und betrieb damit Eigenwerbung bei Bundestrainer Joachim Löw vor der anstehenden EM.

Den Gegner im Halbfinale ermitteln am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL-Liveticker) Rekordsieger Real Madrid und der FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp. "Unter dem Strich sind wir verdient weitergekommen, auch wenn es sehr schwierige 180 Minuten waren", sagte Tuchel bei DAZN: "Heute war es ein harter Kampf. Aber wir haben mit jeder Minute besser ins Spiel gefunden und haben sehr gut verteidigt."

Im FA Cup spielt Chelsea am Samstag gegen Manchester City sogar schon um den Finaleinzug. Unter ihrem deutschen Trainer ist der Traditionsclub weiter in der Spur. In bislang 18 Spielen unter dem ehemaligen Bundesliga-Coach verloren die Blues erst zweimal und erreichten in beiden Pokalwettbewerben die nächste Runde. In der Premier League hat Chelsea derzeit einen Punkt Rückstand auf Platz vier.