Charlie Blackwood in „Top Gun“: Was ist aus Kelly McGillis geworden?

Kelly McGillis: Ihr bewegtes Leben nach "Top Gun"
Über 30 Jahre ist es her, dass Kelly McGillis die Navy-Ausbilderin Charlie Backwood mimte. © imagecollect/Globe-Photos; s_bukley / Shutterstock.com [M], SpotOn

Mavericks Leinwand-Liebe

"Top Gun", der Kultfilm aus dem Jahr 1986, wird fortgesetzt. Tom Cruise (57, "Mission: Impossible") kehrt in der Hauptrolle als Kampfpilot Pete "Maverick" Mitchell zurück. Auch sein damaliger Rivale "Iceman" - gespielt von Val Kilmer (59) - ist wieder mit von der Partie. Doch eine Darstellerin, die in den 80ern mit dem Actionfilm ihren (kurzen) Durchbruch schaffte, wird in "Top Gun 2" nicht zu sehen sein: Mavericks Leinwand-Liebe Kelly McGillis (62, "Der einzige Zeuge") alias Charlie Blackwood. Wie ging es für die blonde Schönheit nach dem Kinoerfolg weiter?

1988 ergatterte die in Kalifornien geborene Schauspielerin eine weitere große Rolle: In "Angeklagt" glänzte sie neben Jodie Foster (56) als Staatsanwältin Kathryn Murphy. Foster spielt darin das Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Murphy kämpft vor Gericht für Gerechtigkeit. Damit wurde die Schauspielerin an ein eigenes Trauma erinnert: 1982 wurde sie von zwei Männern ausgeraubt und vergewaltigt. Dem US-Magazin "People" erzählte sie dazu 1988: "Sie rochen nach Alkohol. Während der eine zusah, stürzte sich der andere auf mich und hielt mir ein Messer an mein rechtes Auge. Sie wechselten sich ab und sagten mir, sie würden mich zu Tode prügeln." Ein Polizeinotruf eines Nachbarn rettete McGillis, die zu der Zeit an der New Yorker Juilliard School Schauspiel studierte.

Sie verabschiedete sich aus Hollywood

In den 90ern spielte McGillis in mäßig erfolgreichen Filmen wie "The Babe - Ein amerikanischer Traum" (1992), "North" (1994) oder "Ground Control" (1998) und übernahm kleinere Rollen in Serien ("Z Nation"). Anschließend zog sie sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück und versuchte sich als Barbesitzerin in Key West, Florida.

Seit 2011 arbeitet sie als Betreuerin von Alkohol- und Drogensüchtigen in einer Einrichtung in New Jersey. "Ich habe das Gefühl, das Potenzial zu haben, anderen auf eine Art helfen zu können, wie ich es mit der Schauspielerei nicht könnte", sagte Kelly McGillis bei ihrer Einstellung der Zeitung "The Oklahoman". Das schreckliche Erlebnis der Vergewaltigung versuchte McGillis lange Zeit selbst mit Alkohol und Drogen zu bekämpfen. Erst 2009 gelang es ihr, ihre Abhängigkeit in den Griff zu bekommen.

Neuer "Top Gun"-Film ohne Backwood

Im gleichen Jahr outete sich McGillis schließlich als homosexuell. 2010 heiratete sie ihre Lebensgefährtin Melanie Leis, die Trennung folgte 2013. McGillis war zuvor mit den beiden Männern Boyd Black und Fred Tillmann verheiratet. Ihre zweite Ehe, aus der zwei Kinder hervorgingen, scheiterte 2002.

Neben Tom Cruise und Val Kilmer werden in der "Top Gun"-Fortsetzung, die in Deutschland im Juli 2020 in den Kinos startet, auch neue Gesichter wie Jennifer Connelly (48), Jon Hamm (48), Miles Teller (32) und Ed Harris (68) zu sehen sein. Im Interview mit "The Independent" erklärte McGillis 2014 noch: "Ich würde gerne einen Cameo-Auftritt hinlegen." Seitdem der Cast der Fortsetzung bekanntgegeben wurde und McGillis nicht auf der Liste steht, gilt ihre Rückkehr als ausgeschlossen.

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