Chaos auf dem Friedhof: Jan Fedders Grab ist jetzt abgesperrt

Chaos auf dem Friedhof: Jan Fedders Grab ist jetzt abgesperrt
Jan Fedder hatte sich seine letzte Ruhestätte selbst ausgesucht © WENN

Auch über eine Woche nach der Beerdigung des beliebten Schauspielers wollen Fans Jan Fedder nicht loslassen. Sein Grab wird zur Pilgerstätte — doch das hat ungeahnte Folgen.

Sein Begräbnis am Dienstag vergangene Woche (14. Januar) im Hamburger Michel glich bereits einem Staatsakt: Tausende nahmen Abschied von Jan Fedder (†64), säumten nach der Trauerfeier die Straßen. Jetzt wird das Grab des Kultschauspielers aus dem 'Großstadtrevier' zur Pilgerstätte.

Es wird eng auf dem Friedhof Ohlsdorf

Doch das stellt die Verantwortlichen auf dem malerischen Hamburger Friedhof Ohlsdorf, wo Jan Fedder sich selbst seine Grabstätte ausgesucht hatte, vor ungeahnte Probleme. Die Menschenmassen strömten nur so zur letzten Ruhestätte des Stars, der in einem so genannten Patengrab aus dem Jahre 1899 beigesetzt wurde. "Bloß nix Neues von der Stange. Ich will immer 'ne Geschichte dazu" wird Jan Fedder in vielen Quellen über seine Auswahl zitiert. Der Friedhof ist jedoch auf allzu große Menschenmengen, die sich auf nur ein Grab konzentrieren, nicht ausgelegt.

Bierdosen für Jan Fedder

Vor Jan Fedders Grab schubsten sich die Menschenmengen, Blumen wurden zertreten, wohlmeinende Fans stellten ihrem Idol Bierdosen hin. Das passte einfach nicht zum Hauptfriedhof der Hansestadt. Jetzt hat die Verwaltung von Ohlsdorf die Konsequenzen gezogen. Fans dürfen natürlich weiterhin zum Grab pilgern, doch um die Stätte selbst hängt jetzt eine Kette, die die Pilger auf fünf Meter Abstand hält. So soll auf Europas größtem Parkfriedhof die Ruhe gewahrt werden. Jan Fedders Fans wird es sicher nicht abhalten, weiterhin ihren Dirk Matthies vom 'Großstadtrevier' zu besuchen.

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