Hollywood Blog by Jessica Mazur

Endstation Achtelfinale für Nagelsmann und RB Leipzig

Soccer Football - Champions League - Round of 16 Second Leg - Liverpool v RB Leipzig - Puskas Arena, Budapest, Hungary - March 10, 2021 Liverpool's Mohamed Salah in action with RB Leipzig's Kevin Kampl REUTERS/Bernadett Szabo
Ebenbürtig, und doch unterlegen: In Jürgen Klopps FC Liverpool hat RB Leipzig in dieser Champions-League-Saison seinen Meister gefunden. © REUTERS, BERNADETT SZABO, ca

Engagiertes Auftreten reicht nicht aus für Leipzig

RB Leipzig scheitert und verliert auch das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte scheidet der Klub bereits nach der ersten K.-o.-Runde aus. Die Leistung reichte nicht, um die Hypothek des 0:2 aus dem Hinspiel noch umzubiegen, denn auch im zweiten Spiel waren die „Reds“ unter Welttrainer Jürgen Klopp eine Nummer zu groß für den Bundesligisten. Im zweiten Spiel des Abends ließ sich Paris Saint Germain nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und zieht nach einem Unentschieden gegen den FC Barcelona ins Viertelfinale ein.

FC Liverpool - RB Leipzig (0:0)

Tore: 1:0 Salah (70.) 2:0 Mané (74.)

Obwohl Liverpool zu Beginn klar die Oberhand über die Sachsen hatte, gehörte RB dennoch die erste Großchance der Partie. Ein Zuckerpass in die Schnittstelle von Nkunku erreichte Olmo, der am starken Liverpool-Keeper Allison scheiterte. Danach war wieder ein bisschen abtasten angesagt, zumindest bis Jürgen Klopps Flügelflitzer Salah Raum fand und nach einem langen Ball ziemlich alleine auf Leipzig-Schlussmann Gulacsi zulief. Wie in der englischen Liga verließ den Ägypter aber auch in dieser Aktion sein Tor-Riecher vergangener Tage, auch mit Hilfe seines kongenialen Partners Mané konnte Gulacsi nicht bezwungen werden.

Doch ansonsten ging es in der ersten Hälfte erstaunlich ruhig zur Sache – auf dem Spielfeld und auf der Seitenlinie. Für Leipzig war das aber kein Kompliment, denn nach dem 0:2 im Hinspiel waren sie in der Bringschuld. Doch die „Reds“ machten es ihnen durch ihre clevere Spielweise alles andere als einfach.

Liverpool eine Nummer zu groß

Auch nach 15 Minuten Gedenkzeit kam den „Bullen“ noch nicht die zündende Idee, doch Liverpool ließ eine Umsetzung auch gar nicht zu. Nach einer guten Stunde schliefen Jürgen Klopps Mannen für einen Moment, was Leipzig um ein Haar ausnutzte. Nach einer Flanke von Nkunku steht Sörloth völlig frei, allerdings kommt der Ball etwas zu hoch für einen wuchtigen Kopfball, trotzdem gelingt dem Norweger noch eine Lattentreffer.

Doch die dadurch aufkommende Hoffnung wurde nur wenige Minuten später im Keim erstickt. Mit gerade einmal fünf Pässen kombinierte sich Liverpool vom eigenen bis zu gegnerischen Strafraum und diesmal ließ sich Salah nicht zweimal bitten und vollendete zum 1:0. Und bevor Leipzig nach dem Schock wieder anständig auf die Beine kommen konnte, entschied sich Liverpool, dem Ganzen früh ein Ende zu setzen. Eine scharfe Flanke fand Mané, der aus kürzester Distanz unhaltbar verwandelte.

Zumindest in der Königsklasse trotz Jürgen Klopp also der Krise, auf Seiten der Leipziger das genaue Gegenteil. Der Tabellenzweite der Bundesliga schafft es unter dem Strich nicht, den strauchelnden Engländern gefährlich zu werden und scheidet so erstmalig in der Vereinsgeschichte im Achtelfinale der Champions League aus.

Paris Saint Germain - FC Barcelona 1:1 (1:1)

Kylian Mbappé brachte im zweiten Spiel des Abends zwischen Paris Saint Germain und Barcelona sein PSG per Foulelfmeter in Führung (30.), für Barcelona traf Superstar Lionel Messi (37.). Dazu verschoss Messi einen Foulelfmeter (45.+3). Damit schieden die Katalanen erstmals seit 2007 wieder im Achtelfinale der Königsklasse aus.

Angeführt von Messi starteten die Katalanen einen Sturmlauf und erspielten sich zahlreiche Chancen wie beim Lattenschuss von Sergino Dest (23.). Doch das erste Tor gelang den Franzosen, bei denen Superstar Neymar wegen einer Adduktoren-Verletzung weiter fehlte. Stattdessen durfte mal Julian Draxler in der Startelf ran. Nachdem Clement Lenglet dem Argentinier Mauro Icardi in die Hacken trat, verwandelte Mbappé den fälligen Strafstoß. Schon im Hinspiel hatte der Weltmeister dreimal getroffen.

Auch im zweiten Durchgang lief das Spiel nur in Richtung Tor der Pariser, die sich rund um den eigenen Strafraum verschanzten. Es sollte reichen. Denn die Gäste vergaben weiter große Möglichkeiten wie durch Messi (62.) oder Sergio Busquets (70.).