Moderatorin ging durch depressive Phasen

Cathy Hummels: "Ludwig wünscht sich, dass seine Mama glücklich ist"

Cathy Hummels: "Ludwig wünscht sich, dass seine Mama glücklich ist"
Cathy Hummels geht offen mit ihren Depressionen um. © imago images/Eventpress, SpotOn

Im Interview mit „spot on news“ spricht Cathy Hummels (34) offen über ihre depressive Phasen. Damit will sie auch anderen und vor allem jungen Menschen helfen, damit offen umzugehen und sich Unterstützung zu suchen.

Offener Umgang ist wichtig

Cathy Hummels durchlebte selbst bereits mehrmals depressive Phasen - das erste Mal mit 15 Jahren - und hat mit professioneller Hilfe gelernt, wieder zu sich selbst zu finden. Dass inzwischen auch oft junge Menschen von der Krankheit betroffen sind, hat eine Studie des Vorsorgeunternehmens „Swiss Life Deutschland“ bestätigt. Im Interview betont Cathy: "Da brauchst du wirklich einen Psychotherapeuten. Aber je mehr du darüber sprichst, desto mehr löst sich das."

" Es hat mich mit 15 Jahren das erste Mal getroffen"

Schon früh musste Cathy sich mit der Krankheit auseinandersetzen. Sie weiß, dass es vor allem in jungen Jahren schwer ist, damit umzugehen: „Ich weiß auch genau, dass viele sich nicht trauen, dazu zu stehen und das "zuzugeben". Aber wenn man sich mit Depressionen auskennt, sich auch mit der Krankheit auseinandersetzt und sie versteht, kann man gut damit leben.

Bei Cathy fiel die Krankheit durch ihren extremen Gesichtsverlust auf „bestimmt 15 Kilo. Nicht, weil ich keinen Hunger mehr hatte, sondern weil ich einfach traurig war und nur noch geweint habe.“ Heute fällt er ihr aber nicht mehr schwer darüber zu sprechen: „Viel schlimmer fand und finde ich, dass diese Krankheit immer noch verurteilt wird.“

Im Video: So geht sie mit der Trennung von Mats Hummels um

Cathy Hummels postet Patchwork-Familienfoto
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Ein Kampf im Inneren

Als besonders schwer hat Cathy empfunden, dass „man den Kampf, den du mit dir in deinem Inneren führst, von außen nicht sieht. Aber je mehr du darüber sprichst, desto mehr löst sich das.“ Und auch die Arbeit mit einem Psychotherapeuten habe ihr extrem geholfen. Gerade Jugendlichen empfiehlt sie, „dass man darüber spricht und wirklich auch eine Psychotherapie macht. Ich hätte mir das damals sehr für mich gewünscht. Du lernst so viel über dich selbst. Vor allem im Jugendalter, da ist man oft einfach verloren. Man weiß noch nicht genau, wohin soll mein Weg gehen. Und da kann eine Psychotherapie helfen, die gibt dir einen Selbstwert.“

Auch ihr Sohn Ludwig (4) ist eine enorme Stütze für die Moderatorin. Denn sie weiß, dass „mein Sohn Ludwig sich wünscht, dass seine Mama glücklich ist. Genauso wie ich mir wünsche, dass er unendlich glücklich ist.“ Schon jetzt stellt sie klar, egal in welche Richtung ihr Sohn sich einmal entwickelt oder mit welchen Problemen er kämpfen wird, sie wird für ihn da sein. (spot on news/mri)

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