Caroline Frier und Dirk Borchardt lassen sich für "Falk" scheiden

Caroline Frier und Dirk Borchardt lassen sich für "Falk" scheiden
Caroline Frier und Dirk Borchardt spielen das zerstrittene Ehepaar Tina und Hanno - im wahren Leben kann von Eheproblemen keine Rede sein © ARD/Kai Schulz, SpotOn

Das erste Mal gemeinsam vor der Kamera

In der neuen Folge "Falk" (am 29.5. um 20:15 Uhr im Ersten) soll Titel-(Anti)held Fritz Karl (50) die Scheidung eines zerstrittenen Ehepaars abwickeln - und verdingt sich stattdessen als Paartherapeut mit äußerst ungewöhnlichen Methoden. Gespielt wird das ewig zankende Paar von Caroline Frier (35, "Nicht tot zu kriegen") und Dirk Borchardt (49, "Die Glasbläserin"), die im wahren Leben weitaus glücklicher verheiratet sind und für die launige Anwaltsserie nun zum ersten Mal zusammen vor der Kamera stehen. Im Gespräch mit spot on news sprechen die beiden Schauspieler über die Erfahrung, ein Ehepaar kurz vor der Scheidung zu spielen und was ihr eigenes Rezept gegen Ehekrach ist.

Hatte es etwas Kathartisches, einen handfesten Ehekrach und eine (Fast-) Scheidung vor der Kamera durchspielen zu können?

Dirk Borchardt: Schon. Es war wirklich so, dass wir schnell Parallelen zu unseren privaten Streitigkeiten gefunden haben. Das hatte dann schon etwas von Katharsis, weil wir da über uns lachen konnten.

Caroline Frier: Man kann wirklich sagen, dass wir viel persönliche Streitkultur eingebracht haben. Da ist viel Dirk und Caro wiederzufinden. Natürlich spielen wir Rollen, aber vom Streit her - so könnte das auch bei den Borchardts Zuhause aussehen. Das Schöne war natürlich, dass man absehen konnte, wann wir uns wieder vertragen.

Zu Falks Paartherapie gehört: Tassen zerdeppern, Möbelstücke zusammenbauen, Mauern einschlagen. Was ist Ihr Rezept für Konfliktlösung?

Caroline Frier: Viel Humor! Bei jedem Streit muss irgendwann einer von uns lachen. Der andere ist dann im ersten Moment sauer, weil er denkt: "Das kann doch jetzt nicht wahr sein, dass der lacht, wo wir uns streiten!" Und trotzdem muss man dann irgendwann selber mitlachen.

Dirk Borchardt: Und auch Eingeständnisse machen. Da geh ich dann halt mal hin und sage: "Okay, ich bin heute doof gewesen!"

Wie war es, gemeinsam am Ende die Mauer einzuschlagen? Würden Sie das anderen Paaren empfehlen?

Caroline Frier: Es hat tierisch Spaß gemacht!

Dirk Borchardt: Ja, jeder sollte eine Mauer zum Einschlagen haben! (lacht)

Caroline Frier: Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man gemeinsam Sachen unternimmt, das schweißt halt zusammen. Ob das dann eine Mauer ist oder ein gemeinsames Abendessen...

Haben Sie schon einmal die Feuertaufe des gemeinsamen Aufbaus eines Ikea-Möbelstücks überstanden?

Caroline Frier: Ich habe zwei linke Hände. Ich nenne meinen Mann gerne MacGyver, weil er einfach alles irgendwie hinkriegt. Aber mit Ikea ist sogar er überfordert, dann fehlt da wo eine Schraube...

Dirk Borchardt: Quatsch, ich kann das super! (lacht)

Sind Sie beide ein Paar, das hin und wieder richtig streiten muss oder herrscht bei Ihnen dauerhaft Harmonie?

Dirk Borchardt: Wir haben eine gute Streitkultur.

Caroline Frier: Das muss mal sein, aber wir hatte glaube ich noch nie länger als einen Tag Streit. Das halten wir gar nicht aus! Wir kriegen dann immer wieder schnell die Kurve. Aber nur Harmonie - es gibt sicher Paare, wo das so ist, aber ich kann es mir persönlich nur schwer vorstellen.

Frau Frier, sind Ihnen kleine, galante Gesten wie die Tür aufhalten bei einem Mann wichtig oder ist das heutzutage in Ihren Augen nicht mehr nötig?

Caroline Frier: Mir ist das ehrlich gesagt total wichtig. So Kleinigkeiten wie aus dem Auto aussteigen und der Frau die Tür öffnen - da stehe ich total drauf. Das ist einfach eine Respektsache. Dirk ist schon ein Gentleman. Letztes Jahr allerdings habe ich mit Jochen Busse für "Nicht tot zu kriegen" (RTL) gedreht - er steht sogar auf, wenn die Dame vom Tisch aufsteht, um zur Toilette zu gehen. Und dann wird wieder aufgestanden, wenn sie zurückkommt. Das hat mich wirklich schwer beeindruckt!

Herr Borchardt, Falk spricht am Ende über eine Art "Entmannung des Mannes" in der modernen Zeit. Ist es für Männer tatsächlich wichtig, hin und wieder der "Beschützer" oder zumindest "Heimwerker" zu sein?

Dirk Borchardt: Na klar, das bin ich alles! Aber im Ernst: Ja, das ist mir schon wichtig. Wenn es auf gerechte Weise passiert, finde ich es völlig okay, dass es da so ein paar typische Verteilungen gibt bei Männern und Frauen. Da bin ich gerne mal Beschützer und - ja - ich bin ein verdammt guter Handwerker!

Sie haben sich relativ schnell verlobt. Woher wussten Sie, dass Sie zueinander gehören?

Caroline Frier: Es ist für uns beide absolut unverhofft passiert! Wir waren beide glücklich Single und gar nicht auf der Suche. Wir sagen immer, wir haben uns beide gegenseitig von der Seite angesprungen! (lacht) Wir haben uns nicht erwartet und plötzlich war es einfach um uns geschehen. Er kam und blieb. Der Dirk ist sofort zu mir nach Köln gezogen und es gab einfach nie ein Fragezeichen. Aber wir waren dann auch zwei Jahre verlobt, bevor wir geheiratet haben. Da hatten wir dann zwei Jahre zusammengewohnt und hatten den Beweis, dass es super klappt.

Dirk Borchardt: Wir sind einfach ein gutes Couple!

Caroline Frier: Und am 30. Mai haben wir dann schon den dritten Hochzeitstag!

Wie findet ihr "Falk"?

Caroline Frier: Ich finde "Falk" super! Vor allem seine bunten Socken, die perfekt zum Outfit passen. Eine tolle Rolle!

Dirk Borchardt: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, "Falk" zu drehen. Wir haben zum ersten Mal gemeinsam gedreht, aber auch die Arbeit mit Fritz Karl war einfach nur toll. Spitzen Kollege!

Ist Falk ein guter Anwalt?

Dirk Borchardt: Ich würde sagen, er ist ein guter Anwalt. Er ist sehr menschlich.

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