Carey Mulligan: Andere Drehbücher seit #MeToo

Carey Mulligan: Andere Drehbücher seit #MeToo
Carey Mulligan © BANG Showbiz

Carey Mulligan glaubt, dass sich Drehbücher seit #MeToo verändert haben.

Die 35-Jährige, die bei den diesjährigen Oscars in der Kategorie ‚Beste Schauspielerin‘ nominiert wurde, glaubt, dass sich dank #MeToo die Drehbücher verändert haben. Im Interview mit der ‘FAZ‘ erklärte sie jetzt: „Es scheint mir inzwischen doch deutlich mehr interessante Frauenfiguren zu geben als vor zehn Jahren. Trotzdem ist die Reaktion auf diese Figuren mitunter immer noch sehr archaisch. Als ich vor ein paar Jahren in „Wild Life“ eine Frau spielte, die nicht unbedingt die beste Mutter ist und eine außereheliche Affäre hat, wurde in einer Fragerunde nach einem der Premieren-Screenings ein Mann richtig laut. Er war fürchterlich wütend, weil er fand, man dürfe Frauen und Mutterschaft so nicht darstellen. Dabei ist diese Figur einfach nur ein ganz normaler Mensch mit Fehlern und Makeln.“

Und weiter: „Was ich eigentlich nur sagen will: Die Vielfalt der Geschichten und Figuren, die im Kino zu sehen sind, wächst tatsächlich. Aber viel zu oft sind unsere Rezeption und Denkmuster doch noch sehr gestrig.“ Auf die Frage, ob sie bald selbst Produzentin werden möchte, sagte Mulligan: „Im Moment habe ich keine Lust darauf. Vielleicht bin ich dank meiner beiden kleinen Kinder einfach zu müde, mir das vorstellen zu können. Natürlich will ich für die Zukunft nichts ausschließen, aber ich glaube, dass es im Filmgeschäft nichts Wichtigeres gibt, als leidenschaftlich für eine Sache zu brennen. Und das, wofür ich im Moment brenne, ist nach wie vor die Schauspielerei.“

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