Campino: "Es ging nie um Hofberichterstattung"

Campino: "Es ging nie um Hofberichterstattung"
Campino will die Wahrheit zeigen © Becher/WENN.com, WENN

Mit 'Weil du nur einmal lebst' sind die Toten Hosen rund um Frontmann Campino bald auch im Kino zu sehen. Den Musikern war es jedoch wichtig, dass nicht nur die schillernden Seiten des Musikerlebens gezeigt werden.

Musiker leben in Saus und Braus und brauchen sich um nichts zu kümmern. Dieses Klischee mag wohl in den Köpfen vieler Nicht-Musiker festhängen - und genau das möchte Campino (56) ändern. Der Musiker ('Tage wie diese') wird bald mit dem Rest der Toten Hosen in 'Weil du nur einmal lebst' zu sehen sein, einem Film über das Tourleben der Band. Dabei ist es ihm besonders wichtig, dass auch die Schattenseiten zu sehen sind. Alles soll echt sein, wie er im Gespräch mit 'Der Westen' verrät.

Es darf auch wehtun

Der Film soll kein verzerrtes, glorifizierendes Bild der Toten Hosen zeichnen. Alles wird gezeigt, auch wenn es nicht so schön ist. Eitelkeit? Die ist hier fehl am Platz: "Ich glaube, wenn du so eine Dokumentation über eine Tournee machst, dann musst du dich in diesem Punkt von Eitelkeit verabschieden. Es ging nie um Hofberichterstattung. Das war von vornherein klar."

Dass es auch mal unangenehm werden kann, war offenbar auch Teil des Deals: "Es wird ja immer dann spannend, wenn der Putz von den Wänden fällt. Natürlich gibt es auch Momente, die ich nicht so wahnsinnig toll finde oder die mir nicht angenehm sind."

Ist nach dem Film Schluss?

Sollten Fans jedoch Angst haben, dass ein Großobjekt wie ein eigener Film den Schlusspunkt darstellen könnte, kann Campino beruhigen: "Ich male mir das jetzt nicht aus, aber natürlich bin ich mir darüber bewusst, dass wir in der letzten Phase sind. … Man kann viele Pläne schmieden, aber das Leben führt Regie."

Nach einem Abschied klingt das nicht. Campino und die Toten Hosen machen nach dem Film auf jeden Fall erst einmal weiter.

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