Irrer Kampf um europäische Plätz findet seinen Höhepunkt

Leipzig kriecht in die Champions League, Union fängt Freiburg in letzter Sekunde ab

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Union Berlin hat mächtig Grund zum Jubel. © IMAGO/Matthias Koch, www.imago-images.de

Conference League, Europa League oder gar Champions-League-Qualifikation – all diese Optionen gab es für den SC Freiburg am letzten Spieltag. In einem Herzschlagfinale um die internationalen Plätze ist es am Ende aber Union Berlin, das die Nase vorne hat. Auch RB Leipzig stoppte kurzzeitig der Atem.

Ausgerechnet Schlotterbeck schießt Bock für Freiburg

Dass die Roten Bullen überhaupt noch in Bedrängnis kommen konnten, glaubte fast keiner mehr, zu „easy“ war die Partie gegen den designierten Absteiger Arminia Bielefeld. Falsch gedacht! Die Westfalen gingen doch tatsächlich mit 1:0 in Führung und bei Leipzig ging der Blick wieder Richtung Leverkusen, wo Freiburg in der Lage war, den schmerzhaften Konter zu setzen.

Doch gegen den Tabellendritten ging nicht viel zusammen, nach einer guten Stunde stand es nach einem dicken Patzer vom scheidenden Nico Schlotterbeck sogar 0:1. Eine Katastrophe, denn zeitgleich war Union Berlin beim VfL Bochum bereits komfortabel mit 2:0 in Führung.

Die letzten Minuten und alles dreht sich

Doch Union schien es scheinbar tatsächlich zu schaffen, die Nummer noch zu verspielen. In der 80. Minute kassieren die Berliner den Ausgleich und stehen wie im Vorjahr mit der Conference League da. Freiburg glich gegen Leverkusen aus und auch Leipzig stellte in Bielefeld wieder auf Unentschieden.

Eine optimale Ausgangslage für Freiburg, die aber innerhalb von Minuten zunichte gemacht wurde. Union traf in der 88. Minute nochmal per Elfmeter, plötzlich war also ein Sieg für die Breisgauer nötig, um überhaupt noch in die Europa League zu kommen. Die Mannschaft von Christian Streich warf alles nach vorne, doch statt dem Siegtor gab es einen Gegntreffer und damit in der siebten Minute der Nachspielzeit die bittere Gewissheit, dass der Traum von der Champions League geplatzt ist.

Union obenauf, Leipzig zittert, Freiburg noch mit Chancen

So ist es am Ende also RB Leipzig, dass sich mit einem schwachen 1:1 gegen Bielefeld gerade so in die Playoffs zur Champions League schmuggelt. Der große Gewinner des finalen Spieltags ist neben dem VfB Stuttgart im Tabellenkeller aber zweifelsohne Union Berlin. Der Hauptstadtclub setzt auf einen furiosen Saisonendspurt das I-Tüpfelchen drauf und qualifiziert sich erneut für Europa. Diesmal allerdings nicht „nur“ für die Conference League, sondern erstmals in der Geschichte des Vereins für die Europa League.

Und Freiburg? Die müssen sich mit Rang sechs begnügen, was aber trotzdem für die Europa League reicht. Und außerdem gibt es noch eine weitere Chance: Im Pokalfinale gegen RB Leipzig können die Freiburger ihrer Saison sogar noch mit einem Titel krönen.

Völlig losgelöst von den Tumulten lief der 1. FC Köln trotz Niederlage gegen den VfB Stuttgart als Siebter ein, was ihm die Conference League beschert.(lde)