Britney Spears auf Deutschland-Tour: So kommt ihre Show bei den Fans an

Britney Spears in Berlin
Britney Spears während ihres Konzerts in der Berliner Mercedes-Benz-Arena. © Splashnews

Von Phillip Syvarth

Britney Bitch ist zurück! Das erste Mal seit 2013 verlässt die Pop-Ikone ihre Residenz in Las Vegas, um jetzt auch in Europa 20 Jahre selbstgeschriebene Popgeschichte zu feiern. Ihre größten Hits hat Britney Spears alle im Gepäck, doch sie bringt noch mehr für ihre Fans mit. Denn am Ende der 90-Minütigen "Piece of Me"-Show lässt die 36-Jährige das Publikum mit einer Frage zurück: Was ist nach rekordverdächtigen Verkaufszahlen, Scheidungen, zwei Kindern und einem historischen Breakdown noch von der "Princess of Pop" übrig?

Britney Spears "ist nicht gut drauf!"

Britney Spears lässt auf sich warten. Während vor der Mercedes-Benz-Arena in Berlin noch erwartungsvoll "Baby One More Time" im Chor gesungen wurde, lässt die Motivation in der Halle nach, denn "Miss American Dream" ist zu spät – ganze 45 Minuten! Neben mir gesellt sich eine Art Superfan dazu, der sie eben noch zum "Meet and Greet" getroffen hat. "Leute, sie ist heute nicht gut drauf!", warnt er. Meine Freunde und ich tauschen schockierte Blicke aus – wie wirkt sich Britneys Stimmung wohl auf die Show aus? Wir warten weiter, weiter und dann geht es endlich los! Der schwarze Vorhang fällt, die Lichter gehen aus und ungefähr 15 Tänzer betreten die Bühne. Das viele Warten ist vergessen! Gleich ist es soweit, gleich betritt die legendäre Britney Spears endlich die Bühne. Und dann ist sie plötzlich da: In schillernden Dessous und von Nebelmaschine und Lichteffekten inszeniert, beginnt Britney ihre Perfomance. Von der angeblichen, schlechten Laune Backstage ist nichts zu spüren. Britney so nah vor mir zu haben ist unbeschreiblich!

Was bleibt übrig von der "Princess of Pop"?

Es gibt einige Faktoren, die bei anderen Sängerinnen sofort negativ aufgefallen wären. Zum Beispiel singt Britney nicht live, sondern leiht sich 90 Minuten lang alte Aufzeichnungen vom Band  (und das bereits seit fünf Jahren). Außerdem vergisst sie kurzer Hand, wo sie eigentlich ist. Einen Tag zuvor spaziert sie noch mit ihren beiden Söhnen Jayden und Preston durch Berlin, jetzt muss sich die Stadt mit einem "Hello… Germany!" zufriedengeben. Und dann wirkt die Erzählung vom Superfan immer noch in meinem Kopf nach.

Am Ende der Show fährt Britney ihre Tanzeinlagen nochmal zu Glanzleistungen auf und während es zum Abschied Konfetti regnet frage ich mich, ob die "Princess of Pop" noch ist, was sie einmal war. Eins steht jedenfalls fest: Mit Britney in einem Raum zu sein, das war einfach elektrisierend. 

Britney Spears ist und bleibt eine Legende!

VIP-Redakteur Philip beim Britney-Spears-Konzert in Berlin
VIP.de-Redakteur Phillip Syvarth beim Britney-Spears-Konzert in Berlin © privat

Trotz Playback und bis ins Detail einstudierter, unspontaner Show, sind alle sprachlos. Denn sie ist nun mal keine Selena Gomez oder Katy Perry – sie ist eine Legende, eine Ikone, eine Pop-Göttin. Ihr Werdegang? Einzigartig. Und das wurde während der Show nochmal ganz deutlich. "Baby One More Time" erinnert an die kleine Britney, die im "Mickey Mouse Club" bekannt wurde. Der Tanz an der Stange zu "Slave 4 U" gedenkt ihren goldenen Zeiten.

Doch auch vor dem "Blackout"-Album macht die 36-Jährige in der Show keinen Halt und schaut selbstbewusst auf eine Zeit voller Skandale und unglücklicher Paparazzi-Begegnungen zurück. Ihre Karriere ist einzigartig und die "Piece of Me"-Show spiegelt genau das wider: Unvergleichbare Erfolge und legendäre Breakdowns, das Schulmädchen und die Stripperin, Femme Fatale und gleichzeitig Mutter – all das ist Britney Spears. Deswegen wird es vielleicht endlich Zeit, sie von der "Princess of Pop" zur "Queen of Pop" umzutaufen.