BRIT Awards: Stormzy & Co bringen Hammer-Show mit Message

BRIT Awards in London: Stormzy & Co liefern Megashow mit Botschaft
Stormzy heizte den Anwesenden bei den BRIT Awards so richtig ein © Phil Lewis/WENN.com/Cover Images, WENN

Auch Politik stand im Mittelpunkt

40 Jahre sind die BRIT Awards bereits das Barometer für das, was auf der Insel und darüber hinaus angesagt ist. Im Moment sind das unter anderem Lewis Capaldi (23, "Before You Go"), Stormzy (26, "Vossi Bop") und Billie Eilish (18, "Bad Guy"). In einer mit Stars gespickten Zeremonie stand am Dienstagabend (18. Februar) in der Londoner O2 Arena auch die Politik im Mittelpunkt.

Billie Eilish brach in Tränen aus

Lewis Capaldi war der einzige Künstler des Abends, der gleich zwei Statuen mit nach Hause nehmen durfte. Der Schotte wurde als bester neuer Künstler ausgezeichnet, außerdem gewann sein Track "Someone You Loved" doch den Preis als Song des Jahres. Doch die Höhepunkte des Abends waren woanders zu finden: So spielte Billie Eilish ihren neuen Bond-Song "No Time To Die" erstmals live, begleitet von ihrem Bruder Finneas, dem Filmkomponisten Hans Zimmer und der Gitarren-Legende Johnny Marr, die ebenfalls an dem Track mitgearbeitet hatten. Es war jedoch nicht Billies einziger Moment auf der Bühne, denn kurz darauf durfte die Sängerin den Preis als beste internationale Solokünstlerin entgegennehmen. Dabei wurde Billie Eilish sichtlich von ihren Gefühlen überwältigt und vergoss ein paar Tränen.

Stormzy und Dave wurden politisch

Weitere Stars des Abends waren zwei Rapper aus Südlondon. Stormzy begeisterte das Publikum mit einem zehnminütigen Medley seiner Hits, legte eine Megashow mit Dutzenden von Tänzerinnen aufs Parkett. Anschließend landete der Sänger, der zum besten britischen Solokünstler gekürt wurde, einen Seitenhieb auf die vornehmlich männlichen Listen von Nominierten, hob in seiner Rede besonders die Leistungen der Frauen in seinem Team heraus. Sein Kollege Dave, der für sein Album "Psychodrama" einen der begehrten Preise mit nach Hause nahm, wurde ebenfalls politisch, teilte gegen den Premierminister Boris Johnson aus und nannte ihn einen Rassisten. Selbst Tyler, the Creator konnte sich eine Bemerkung über britische Politiker nicht verkneifen, als er zum besten internationalen Solokünstler gekürt wurde.

Als Innenministerin hatte die spätere Regierungschefin Theresa May dem Rapper nämlich einst ein Einreiseverbot erteilt. Das hatte Tyler, The Creator nicht vergessen. "Sie sitzt zuhause und kocht vor Wut!" freute sich der Preisträger, dass er nun endlich wieder ins Vereinigte Königreich darf. Ansonsten herrschte am Rande der Veranstaltung beste Laune bei den Anwesenden. Besonders Sängerin Lizzo war in Hochform, sprudelte in Interviews förmlich über, während der Preis des am besten angezogenen Stars ohne Zweifel an Harry Styles ging — der ehemalige One-Direction-Frauenschwarm erschien in einem kanariengelben Anzug.

Die Gewinner:

Album des Jahres: Dave - Psychodrama

Song des Jahres: Lewis Capaldi - Someone You Loved

Bester britischer Solokünstler: Stormzy

Beste britische Solokünstlerin: Mabel

Beste britische Band: Foals

Bester neuer Künstler: Lewis Capaldi

Bester internationaler Solokünstler: Tyler, the Creator

Beste internationale Solokünstlerin: Billie Eilish

Rising Star: Celeste

© Cover Media