VIP.de - Logo VIP.de - Partner von RTL.de

Brände im Amazonas: Leonardo DiCaprio weist Bolsonaros Anschuldigungen zurück

Brände im Amazonas: Leonardo DiCaprio weist Bolsonaros Anschuldigungen zurück
Leonardo DiCaprio verteidigt sich gegen schwere Vorwürfe © Jaime Espinoza/WENN, WENN

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro wirft Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio vor, für die Brände im Amazonasgebiet verantwortlich zu sein. Dieser hat sich nun via Social Media zu Wort gemeldet.

Im brasilianischen Bundesstaat Para durchsuchte die örtliche Polizei unlängst das Hauptquartier von zwei Wohltätigkeitsorganisationen und nahm dabei eine Reihe von freiwilligen Feuerwehrleuten kurzzeitig in Gewahrsam, um die Ursachen der seit dem Sommer andauernden Brände zu untersuchen.

Präsident Bolsonaro gibt Leonardo DiCaprio die Schuld

Während die Feuerwehrleute die Anschuldigungen zurückwiesen, die Brände absichtlich gelegt zu haben, um Finanzmittel aufzustocken, prangert Präsident Bolsonaro nun Hollywoodstar Leonardo DiCaprio (45) an, aufgrund seiner angeblichen Spenden im Wert von rund 4,5 Million Euro an die Earth Alliance Stiftung eine Teilschuld an der Umweltkatastrophe zu tragen. Bolsonaro sagte am Freitag zu seinen Anhängern: "Leonardo DiCaprio ist ein netter Kerl, oder? Geld geben, um den Amazonas in Brand zu stecken."

DiCaprio sagt Brasilianern seine Unterstützung zu

Das ließ DiCaprio nicht auf sich sitzen und meldete sich jetzt mit einem langen Post auf Instagram zu Wort. Darin sicherte er den Brasilianern seine Unterstützung zu und versicherte, keine Verbindungen zur fraglichen Organisation zu haben. "In dieser Krisenzeit für den Amazonas unterstütze ich die Menschen in Brasilien, die dafür kämpfen, ihre Natur und ihr kulturelles Erbe zu beschützen", schreibt der Schauspieler. Sie seien ein Beispiel für einen unglaublichen Einsatz, der einen bewege und demütig werden lasse - aber auch gebraucht werde, um die Umwelt retten zu können. Es gehe um die Zukunft "nicht ersetzbarer Ökosysteme, und ich bin stolz, die Gruppen zu unterstützen, die sie beschützen. Auch wenn sie es verdient hätten, unterstützt zu werden, haben wir die attackierten Organisationen nicht finanziert."

Die heftigen Waldbrände in der Trockenzeit hatten auf der ganzen Welt für Bestürzung besorgt. Bolsonaro war mit der Handhabung der Situation international in die Kritik geraten, da er den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potenzial sieht. Kritiker werfen ihm vor, Holzfäller und Farmer zur Abholzung und Brandrodung zu ermutigen. Die festgenommenen Feuerwehrleute in Para wurden aufgrund mangelnder Beweise von der Staatsanwaltschaft wieder frei gelassen.

© Cover Media