Boris Becker erringt Teilsieg gegen Schweizer Gläubiger Hans-Dieter Cleven

Boris Becker gewinnt gegen Schweizer Gläubiger vor Gericht

Matchball für Boris Becker! Der 51-Jährige hat im Gerichtsdrama um seine Schulden einen Teilsieg errungen. Sein ehemaliger Geschäftspartner Hans-Dieter Cleven hatte fast zehn Millionen Euro gefordert - und scheiterte. Doch eigentlich hat die Tennislegende nur eins gewonnen: Zeit. 

Boris Becker: Schulden in Millionenhöhe

Früher waren Boris Becker und Hans-Dieter Cleven gute Freunde, heute streiten sie um Millionen. Wie die "Bild" berichtet, soll der Ex-Tennis-Star dem Schweizer über 40 Millionen Franken schulden. Grund: Cleven soll Becker jahrelang finanziell unter die Arme gegriffen haben. Still und heimlich. Doch als ein Gericht im Sommer 2017 die Pleite des Sportlers erklärte, machte der Schweizer Unternehmer seine Forderungen öffentlich, um das Geld nicht völlig zu verlieren. 

"Ich gehe davon aus, dass diese leidige Angelegenheit abgeschlossen ist"

Völkl-Geschäftsführer Hans-Dieter Cleven (re.) und Gesellschafter Boris Becker (beide Deutschland) präsentieren am Rande des Turnier den neuen Tennisschläger "Quantum-Racket"
Waren früher gute Freunde und Geschäftspartner: Boris Becker und Hans-Dieter Cleven. © imago/Hasenkopf, imago sportfotodienst

Laut Urteil vom 26. November 2018 habe Cleven in einem Berufungsverfahren vor dem Obergericht im Schweizer Kanton Zug eine Teilforderung von zehn Millionen Franken (plus fünf Prozent Zinsen) geltend machen wollen. Damit war er schon in der Vorinstanz gescheitert. Cleven könnte noch ans Schweizer Bundesgericht gehen. Boris Becker soll aber laut Aussage seiner Anwälte erstmal erleichertet gewesen sein: "Ich gehe davon aus, dass diese leidige Angelegenheit mit dem neuesten Entscheid endlich abgeschlossen ist." 

Ob es dabei bleibt, ist unklar. Denn im Urteil hieß es auch: "Dass der Kläger (Cleven) dem Beklagten (Becker) ab 2001 diverse Darlehen gewährte und sich die Darlehensschuld per 31. Dezember 2014 auf Schweizer Franken 41 774 236,65 belief, war im erstinstanzlichen Verfahren unbestritten."

Warum Boris Becker auf seinen umstrittenen Diplomaten-Status verzichtet, sehen Sie im Video.​