Boris Becker: Bittet Lilly ihn jetzt zur Kasse?

Abschied von den Insignien seiner Tenniskarriere

Von der Wohnzimmervitrine ins Auktionshaus: 80 Habseligkeiten von Tennislegende Boris Becker stehen nun zum Verkauf. Ersteigert werden können Pokale, Auszeichnungen und Co. per Online-Auktion. Verantwortlich für das Schauspiel ist Beckers Insolvenzverwalter, der die wertvollen Auszeichnungen zu barem Geld machen will. Doch nicht nur seine Gläubiger, auch Noch-Gattin Lilly soll den ehemaligen Tennisprofi zur Kasse bitten wollen.

Die Finanzskandale um Boris Becker reißen nicht ab

Boris Becker: US-Open-Pokal
Ganz schön wertvoll: Für eine Kopie des US-Open-Pokals werden bereits über 17.000 Euro geboten. © dpa, Matt Dunham, MD tli kno

Zumindest, wenn man einer nun aufgetauchten SMS Glauben schenken will. "Von L lasse ich mich nicht erpressen", soll Becker laut "Bunte" per Kurznachricht verkündet haben. Ob "L" wirklich für "Lilly" steht? Und ob finanzielle Forderungen ein Grund für eine Erpressung sein könnten? Bisher hatte es zumindest so ausgesehen, als würde ein Rosenkrieg zwischen den Beckers ausbleiben.

Doch nicht nur hier trügt der Schein: Gegenüber dem "Top Magazin Frankfurt" hatte Boris Becker kürzlich erklärt, seine Schuldensumme bereits beglichen zu haben. Eigentlich hätte das Insolvenzverfahren diese Woche auch auslaufen sollen. In dem Fall wäre Becker nach britischem Recht schuldenfrei gewesen. Sein Insolvenzverwalter Mark Ford hat nun allerdings einen Antrag auf Verlängerung gestellt.

Durch die Versteigerung könnten nun tatsächlich einige Summen für weitere Gläubiger herausspringen. Das Gebot für eine Kopie des US-Open-Pokals von 1989 liegt aktuell bei rund 17.200 Euro. Fans können noch bis zum 28. Juni Gebote abgeben.