Ben Tewaag kommt im Fesselspielchen-Prozess mit einem blauen Auge davon

Urteil im Prozess um den Sohn von Uschi Glas

Gute Nachrichten für den Sohn von Uschi Glas, Ben Tewaag. Die Berufungsklage der Staatsanwaltschaft, die zehn Monate Haft auf Bewährung gefordert hatte, wurde abgewiesen. Für den 42-Jährigen bleibt es fünf Jahre nach einem Fausthieb in das Gesicht einer Escort-Dame bei einer Strafe von 10.200 Euro. Das entschied jetzt ein Berliner Berufungsgericht und bestätigte damit ein Urteil des Amtsgerichts von Juni 2015. 

42-Jährigem wurden versuchte Nötigung und Körperverletzung vorgeworfen

Die Berufungsrichter folgten dem Antrag des Verteidigers. Der Anwalt des Filmproduzenten hatte erklärt, sein Mandant werde 3.000 Euro Schmerzensgeld an die Geschädigte zahlen. Die Staatsanwältin hatte zehn Monate Haft auf Bewährung gefordert.

Fesselspielchen endeten mit einem Jochbeinbruch

Ben Tewaag hatte 2013 einvernehmlichen Fessel-Sex mit einer Escort-Dame. Er habe sie im Reflex geschlagen, nachdem sie ihm grob zwischen die Beine gegriffen habe. Das hatte der 42-Jährige in der ersten Verhandlung vor drei Jahren erklärt. Der Sohn von Uschi Glas hatte der Frau damals das Jochbein gebrochen.

Prozess beschäftigt bereits seit 2015 die Gerichte

Der Fall beschäftigte inzwischen zum vierten Mal ein Gericht. Nach der 2015 verhängten Geldstrafe von 170 Tagessätzen zu je 60 Euro wegen Nötigung und Körperverletzung hatten sowohl der vorbestrafte Ben Tewaag als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Das Landgericht bestätigte das Urteil im Juli 2017. Auf Revision der Staatsanwaltschaft wies das Berliner Oberlandesgericht den Fall an das Landgericht zurück.