Barbara Becker: „Will und werde mich an Rassismus und Diskriminierung nie gewöhnen“

Barbara Becker lebt seit der Trennung von Boris Becker in Miami.
Barbara Becker lebt seit der Trennung von Boris Becker in Miami. © dpa, Patrick Seeger, rex

Barbara Beckers Rassismus-Erfahrungen

Die ganze Welt schaut derzeit mit Sorge in die USA, wo das riesige Problem Rassismus nach dem gewaltsamen Tod des Dunkelhäutigen George Floyd unzählige Menschen auf die Straßen bringt. Unternehmerin Barbara Becker, selbst Tochter eines Afroamerikaners und einer Deutschen, lebt in Miami und erlebt die Proteste hautnah mit. Auch sie und ihre Familie mussten schon Erfahrungen mit Rassismus machen. Doch die 53-Jährige will nicht aufhören, dagegen zu kämpfen, wie sie im GALA-Interview erzählt: „Ich will und werde mich an Rassismus und Diskriminierung nie gewöhnen können und auch nicht wollen.“

Barbara Becker will ihre Kinder gegen Diskriminierung stärken

Die Ex-Frau von Tennislegende Boris Becker (52) sieht die aktuellen Geschehnisse als dringende Ermahnung zum Handeln. Auch sie wurde schon angefeindet und musste sich in Vergangenheit Sätze wie „Geh doch dahin zurück, wo du herkommst“ anhören. Doch sie möchte rassistische Äußerungen wie diese nicht an sich ranlassen: „Wichtig ist, dass man ein gutes Selbstbewusstsein für sich entwickelt und dieses immer wieder pflegt.“ Bei ihren Kindern habe sie deshalb auch großen Wert auf einen starken Charakter gelegt. „Kinder müssen wir so erziehen und fördern, dass sie ohne Minderwertigkeitskomplex groß werden“, so Barbara. 

Sie ist stolz auf Sohn Noah

Barbaras und Boris’ gemeinsamer Sohn Noah (26) wurde 2018 von AfD-Politiker Jens Maier in einem Beitrag auf Twitter als „kleiner Halbneger“ bezeichnet. Im GALA-Interview zeigt Barbara sich nun stolz auf die Reaktion ihres Sohnes. „Bei uns in der Familie gibt es eine ganz klare Linie bei öffentlichen Angriffen: Ruhe bewahren“, erklärt die Unternehmerin. Noah reichte damals umgehend eine Klage gegen den Politiker ein und bekam in erster Instanz Recht. Er erhielt 7.500 Euro Schmerzensgeld und die Anwaltskosten wurden übernommen. Dazu verrät die 53-Jährige Mutter nun: „Noah hat das damals komplett alleine gemacht und ohne jede Rücksprache mit mir auf diese scheußliche Verunglimpfung reagiert [...] Noah ist auf der ganzen Welt unterwegs, und er ist ein selbstbewusster Mann. Er hat Anzeige erstattet und das Schmerzensgeld gespendet.“

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