Annika Lau: So schwer hat man es als Mutter im Showbusiness

Annika Lau: So schwer hat man es als Mutter im Showbusiness
Annika Lau, hier mit Ehemann Frederick, denkt viel über die Fernsehbranche nach und findet sich als Mutter benachteiligt © WENN.com, WENN

Moderatorin Annika Lau macht sich so ihre Gedanken darüber, warum sie keine Engagements mehr im Fernsehen erhält. Sie hat da so ein paar Theorien.

Moderatorin Annika Lau (39) ist seit der Geburt ihrer beiden Kinder nur noch selten vor der Kamera zu sehen gewesen. Doch woran liegt das eigentlich? In einem offenen Gespräch sinniert die schöne Brünette über die Medienbranche und die Wahrnehmung, die jungen Müttern zuteil wird.

Andere Außenwirkung

Annika Lau versucht, ihre TV-Abstinenz zu verstehen. Die Entertainerin war jahrelang das Gesicht des ‘Sat.1-Frühstücksfernsehens’, bevor sie zum ‘Sat.1-Magazin’ wechselte und dort die Zuschauer beglückte. 2014 wurde sie schließlich Mutter einer kleinen Tochter, bevor zwei Jahre später ihr Sohn auf die Welt kam. Vater der Beiden ist Annikas Ehemann Frederick Lau (29). Seit sie mit ihrem Privatleben Schlagzeilen gemacht hat, ist es beruflich jedoch merklich stiller um die brünette Schönheit geworden. Warum eigentlich? Und was sagt Annika selbst dazu? Von ‘BUNTE’ auf dieses Thema angesprochen, äußert die Mutter von zwei Kindern ein paar Theorien, wie es dazu kommt, dass sie nicht mehr gebucht wird: "Wenn du Mutter wirst, verändert sich die Außenwirkung. Du bist nicht mehr das sexy Ding, das für jeden zu haben ist. Alle schauen einen ja an, träumen vielleicht von einem. Wenn du Mutter bist, dann nicht mehr so."

Es ist, wie es ist

Gleichzeitig sei es merkwürdig, dass beim ‘Sat.1-Frühstücksfernsehen’ fast nur junge Mütter arbeiten würden. "Nur ich nicht. Vielleicht war ich einfach nicht gut. Keine Ahnung, ich weiß es nicht", gesteht Annika Lau. Die Wahrnehmung, die Müttern zuteil wird, sei dabei eine andere als jene, die Frauen ohne Nachkommen zu spüren bekommen. Mit dieser Beobachtung geht auch eine scharfe Kritik am Jobmarkt einher – denn im Zweifel falle man eben aus dem Raster, so Annika weiter: "Das ist ja in jedem Job so. Wenn du schwanger wirst, wirst du anders wahrgenommen und bist im Zweifel raus. Du wirst dann plötzlich nicht mehr in den Bereichen eingesetzt, in denen du vorher tätig warst. Es ist ein so unendlich weites Thema, über das man sich stundenlang unterhalten kann." Vor der Kamera wird Annika in naher Zukunft nicht zu sehen sein. Für Sat.1 vertont sie aber immerhin weiterhin das Magazin ‘Endlich Feierabend!’. Arbeitslos ist sie also glücklicherweise nicht.

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