Angelman-Syndrom: So geht André Dietz mit der Krankheit seiner Tochter Mari um

André Dietz: Seine Tochter Mari leidet am Angelman Syndrom
02:29 Min André Dietz: Seine Tochter Mari leidet am Angelman Syndrom

Interview zum 'International Angelman Day'

Genau zwei Jahre ist es her, dass 'AWZ'-Star André Dietz und seine Frau Shari die Öffentlichkeit darüber informiert hat, dass ihre kleine Tochter Mari das Angelman-Syndrom hat. Wir haben André zum 'International Angelman Day' am 15. Februar 2018 erneut besucht, um zu erfahren, wie es der mittlerweile vierjährigen Mari heute geht. Sehr offen und voller Liebe spricht André in unserem Video-Interview über die schönsten Momente mit seiner kleinen Tochter und den ganz normalen Familienwahnsinn.

Der ganz normale Familienwahnsinn - mit speziellen Herausforderungen

Mit insgesamt sechs Köpfen ist Familie Dietz schon eine kleine Großfamilie. Neben André und Ehefrau Shari gehören vier Kinder von fünf, vier, zwei und einem dreiviertel Jahr dazu. Tochter Mari ist die zweitälteste. Als sie zwei wurde, wurde das Angelman-Syndrom bei ihr diagnostiziert. Ein Schock für die ganze Familie, denn dabei handelt es sich um eine genetische Veränderung, die psychische und motorische Entwicklungsstörungen so wie eine kognitive Behinderung mit sich bringt.

Mari lernt jeden Tag dazu

Stolz erzählt uns André Dietz, dass Mari ständig dazu lernt – wie alle anderen Kinder auch, nur in ihrem eigenen Tempo. "Man muss sehen, was die Kinder können, nicht was sie nicht können", weiß der 42-Jährige. Zum Beispiel liebt Mari das Wasser. Für alle sei es "die pure Freude", mit ihr ins Schwimmbad zu gehen.

Beim Spracherwerb hat die Vierjährige ebenfalls große Fortschritte gemacht. Kinder mit Angelman-Syndrom lernen oft in ihrem ganzen Leben nicht mehr als zehn Worte. "Wenn meine Frau sagt 'der Papa kommt gleich nach Hause', dann sieht man an der Gesichtsregung, dass Mari sich freut", erzählt André glücklich. Sie versteht viel, inzwischen auch ein 'Nein.' "Es sind bei ihr die Wiederholungen, die es ausmachen." Klingt fast wie ein ganz normales Kinderleben.