Emotionale Erinnerungen

Andreas Gabalier offenbart: So verarbeitete er den dramatischen Freitod seiner Schwester

Single oder nicht? Andreas Gabalier klärt über Beziehungsstatus auf
Andreas Gabalier musste harte Schicksalsschläge verkraften. © Stall Records/Sepp Pail, SpotOn

Auf der Bühne sorgt Schlager-Star Andreas Gabalier (37) spielend leicht für gute Laune. Doch abseits des Rampenlichts musste er bereits zwei unfassbar schwere Schicksalsschläge verkraften, die für ihn alles andere als leicht waren. Denn sowohl sein Vater Wilhelm (†53) als auch seine jüngere Schwester Elisabeth (†19) wählten den Freitod. Wie ihn der dramatische Verlust seiner Liebsten geprägt hat, offenbarte der Sänger jetzt im Gespräch mit „Bild“.

Andreas Gabalier: "So eine Tragödie überwindet man nie"

2006 nahm sich sein Vater das Leben, Andreas war damals 21 Jahre alt. Und nur zwei Jahre später tat es ihm seine Tochter Elisabeth gleich. Unvorstellbar, was Andreas, seine Mutter Huberta und sein Bruder Willi in dieser Zeit aushalten mussten. „So eine Tragödie überwindet man nie", ordnet der „Volks Rock 'n' Roller“ ein.

„Warum der Papa das damals gemacht hat, ich weiß es bis heute nicht.“ Auf eine gewisse Art und Weise mache er seinem Vater Vorwürfe, denn „das hat so viel zu Hause zerstört“. Er hätte sich gewünscht, „dass er einmal was gesagt hätte, dass es ihm nicht gut geht.“

Zwei Jahre lang hätten sie nach dem Tod des Vaters so „dermaßen gelitten“. Und dann machte Elisabeth „den gleichen Blödsinn“. Unter seine Trauer mischte sich damals viel Wut und Zorn, gesteht er heute. Auf der Suche nach einem Weg, diese kaum vorstellbar schwere Zeit irgendwie zu überstehen, fand Andreas schließlich Halt in der Musik.

Die Musik gab ihm Halt in dieser schweren Zeit

„Ohne den Tod meiner kleinen Schwester wäre ich wohl nie Musiker geworden und hätte nie eine Karriere gemacht“, offenbart er im Interview mit „Bild“. Durch diesen „inneren Antrieb“ sei er zu dem Musiker geworden, der er heute ist.

Genau wie er in seinem Lied „Amoi seg' ma uns wieder" (Einmal sehen wir uns wieder) singt, ist er sich sicher, „dass ich ihn und auch Elisabeth irgendwann da oben wiedersehe“. (sfi)

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