Amy Winehouse wollte vor ihrem Tod ein Mädchen adoptieren

Amy Winehouse wollte vor ihrem Tod ein Mädchen adoptieren.
Amy Winehouse wollte vor ihrem Tod ein Mädchen adoptieren. © dpa, epa Kangaris

Amy Winehouse' Fast-Adoptivtochter: „Ich hätte sie retten können“

St. Lucia ist nicht nur ein Urlaubsort in der Karibik, sondern auch einer von Amy Winehouse’ (1983-2011) letzten Zufluchtsorten vor ihrem Tod. Auf der idyllischen Insel gelingt es der „Back to Black“-Sängerin ihre Dämonen für eine Weile zu vergessen. Das weiß Dannika Augustine (20), eine junge Einheimische, die ein ganz besonderes Verhältnis zu der Soul-Legende hatte. Denn Amy wollte Dannika vor ihrem Tod adoptieren. Heute erinnert sich die Fast-Adoptivtochter der verstorbenen Londonerin an die damalige Zeit und macht eine schockierende Aussage im Gespräch mit dem britischen „Sunday Mirror“.

Anwälte sollten Adoption prüfen

„Ich hätte sie retten können, wenn ich bei ihr gewesen wäre“ – das enthüllt die heute 20-Jährige, die beinahe Teil von Amys Familie geworden wäre. Dannika denkt zurück an die gemeinsamen Tage auf St. Lucia mit dem Ausnahmetalent. Die Insel soll ein Zufluchtsort für die damals 27-jährige Amy gewesen sein, an dem ihre Alkohol- und Drogensucht „verblasste“. Obwohl ihr Privatleben in Aufruhr war, kam die Ex-Freundin von Blake Fiedler in den letzten drei Jahren ihres Lebens in der Karibik zur Ruhe. „Sie war nie betrunken oder nahm Drogen, weil sie verantwortungsbewusst sein wollte, und sie war eine so gutherzige Person. Ich bin überzeugt, wenn ich nach London gezogen wäre, hätte ich sie retten können", erklärt Dannika, die mittlerweile selbst Mutter eines Kindes ist.

Amy hatte einen Flug gebucht, um das ehemalige Schulmädchen zu besuchen und Berichten zufolge Anwälte engagiert, um ihre Adoption zu prüfen. Dannika lebte damals bei ihrer alleinerziehenden Mutter, die mit dem Überleben kämpfte, als Amy sie unter ihre Fittiche nahm. „Amy war wie eine Mutter für mich und wir hatten so viel Spaß zusammen“, erinnert sich die 20-Jährige. Die beiden lernten sich in der Strandbar von Dannikas Oma kennen: „Sie begann, jeden Tag zu kommen, und ich glaube, ich war neun Jahre alt, als wir uns das erste Mal trafen. Ich erinnere mich, dass sie sich zur Begrüßung herunterbeugte und sagte: 'Oh, du bist so hübsch.' Sie hielt mich und umarmte mich und gab mir das Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein“, erinnert sich Dannika im Gespräch mit dem „Sunday Mirror“.

„Amy wäre eine großartige Mutter gewesen"

„Amy war ein anderer Mensch, wenn sie mit mir zusammen war, und als sie starb, hinterließ das eine große Lücke in meinem Leben“, erklärt Dannika, die dankend mit nach Großbritannien gezogen wäre. Doch bevor es dazu kommen konnte, durchkreuzte Amys plötzlicher Tod an einer Alkoholvergiftung diesen Plan. „Ich habe viel geweint und es war sehr traurig. Ich fühle mich immer noch niedergeschlagen, wenn ich an sie denke. Ich stelle mir oft vor, wie es sein würde, mit Amy zusammen zu sein. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sie war", erzählt Dannika. „Ich weiß nicht, wie mein Leben mit Amy ausgesehen hätte, aber ich weiß, dass mein Leben jetzt gut ist. Ich bin glücklich und habe einen Sohn. Ich liebe es, Mutter zu sein. Das ist es, was Amy auch wollte. Amy wäre eine großartige Mutter gewesen.“ (lkr)