„After Neverland": Oprah Winfrey spricht mit vermeintlichen Michael-Jackson-Opfern

'After Neverland': Oprah Winfrey spricht mit den vermeintlichen Opfern
Talk-Special nach der Dokumentation "Leaving Neverland" © Lia Toby/WENN.com, WENN

In "Leaving Neverland" berichten zwei Männer und deren Familien von Missbrauchsfällen

Es sind schwere Vorwürfe, die derzeit gegen Popstar Michael Jackson (50) erhoben werden. In der HBO-Dokumentation "Leaving Neverland" kommen Wade Robson (36) und James Safechuck (40) zu Wort und werfen dem selbsternannten King of Pop sexuellen Missbrauch vor. Die Dokumentation wurde am Sonntag und am Montag in den USA ausgestrahlt. Direkt im Anschluss lud Oprah Winfrey sowohl Robson als auch Safechuck in ihre Spezial-Talkshow "After Neverland" ein.

Oprah Winfrey hat Zweifel

Trotz der sexuellen Übergriffe, zu denen laut Robson und Safechuck auch Oralverkehr und Selbstbefriedigung gehörten, haben die beiden die Ranch nicht verlassen. Eine Tatsache, die auch für Winfrey "schwer zu verstehen ist". Die beiden Männer waren zum Zeitpunkt der angeblichen sexuellen Übergriffe sieben und zehn Jahre alt

Jackson habe ihm immer wieder gesagt: "Ich liebe dich. Gott hat uns zusammengebracht. Und auf diesem Weg zeigen wir uns unsere Liebe." Safechuck erläuterte die Methoden, mit denen der Popstar die Kinder unter Druck gesetzt habe. Jackson habe immer wieder gedroht, dass das Leben der beiden vorbei sei, wenn das Geheimnis jemals an die Öffentlichkeit gelange. Außerdem sei das Bild des einstigen Kinderstars in der Öffentlichkeit gefestigt gewesen. Jackson als möglicher Sexualstraftäter kam für die Fans nicht in Frage.

In alten Gerichtsverfahren sagten die Opfer für Jackson aus

Als es 1993 und 2003 zu einem Gerichtsverfahren wegen Missbrauchsvorwürfen in einem anderen Fall kam, sagten sowohl Safechuck als auch Robson für den Musiker aus. In der Dokumentation behaupten sie nun, Jackson habe sie unter Druck gesetzt und zu diesen Falschaussagen gezwungen. Der Sänger, der seit nunmehr zehn Jahren tot ist, kann sich zu den Anschuldigungen nicht mehr äußern. Aufgeklärt wird der Fall dadurch wohl nie.

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