Gerüchte um Verpflichtung von Ex-Renault-Chef Abiteboul

"Absoluter Blödsinn": Red Bull dementiert Personalwechsel

SAO PAULO, BRAZIL - NOVEMBER 13: Red Bull Racing Team Principal Christian Horner, Red Bull Racing Team Consultant Dr Helmut Marko, Max Verstappen of Netherlands and Red Bull Racing and his race engineer Gianpiero Lambiase talk in the garage before  t
Das Red-Bull-Team © Getty Images, Bongarts, JP / WTM

Schon in wenigen Jahren will Red Bull seine Motoren für die Formel 1 selber bauen. Das Projekt ist in Milton Keynes bereits angelaufen und durchgeplant. Einige wilde Gerüchte machten in diesem Zusammenhang zuletzt die Runde. Im Fokus: Ex-Renault-Boss Cyril Abiteboul. RB-Motorsportberater Helmut Marko hat diese nun aber entschieden zurückgewiesen.

Gerüchte um Wechsel von Ex-Renault-Boss Abiteboul

Auf Red Bull kommen in den nächsten Jahren einige große Herausforderungen zu. Zum einen will das Team in der Formel 1 weiterhin regelmäßig um Titel fahren. Wie viel Aufwand das erfordert, ist hinlänglich bekannt. Gleichzeitig will man aber auch "Red Bull Powertrains" aufbauen - eine eigene Motorenabteilung, wo die Aggregate hergestellt werden, die in der neuen Ära ab 2025 bzw. 2026 zum Einsatz kommen sollen.

Wie genau diese Abteilung personell besetzt wird, ist noch nicht ganz klar. Einige leitende Positionen sind bereits vergeben, andere wiederum noch nicht. Aus diesem Grund gibt es auch immer wieder Gerüchte um Mitarbeiter, die Red Bull womöglich bei der Konkurrenz abwerben könnte.

Einer der Namen, der in diesem Zusammenhang zuletzt gefallen ist, ist der von Ex-Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Englische Medien behaupteten, der Franzose stehe vor einem Wechsel zu den "Roten Bullen". Helmut Marko weiß davon allerdings nichts.

"Wollen Titel von Verstappen verteidigen"

"Ich weiß wirklich nicht, wo dieser Schwachsinn herkommt. Es ist absoluter Blödsinn", wischte Marko die Gerüchte gegenüber "f1-insider" beiseite. "Ben Hodgkinson ist der Leiter unseres Motorprojekts und wird es auch bleiben", stellte der Österreicher unmissverständlich klar. Hodgkinson ist einer der Mitarbeiter, die Red Bull von der direkten Konkurrenz loseisen konnte - und zwar von Mercedes.

Das Projekt Motoren-Bau ist aber längst nicht das einzige Thema, das Red Bull in diesen Tagen beschäftigt. Im Fokus steht natürlich auch die Formel-1-Saison 2022, die in weniger als zwei Monaten offiziell beginnt. Hier stellt sich die Frage, ob der Rennstall erneut mit Mercedes auf Augenhöhe agieren kann und ob die beiden Teams ihren Status als Platzhirsche überhaupt verteidigen werden.

"Wir wollen den Titel von Max Verstappen verteidigen und sind dafür sehr gut aufgestellt", ist Marko überzeugt. Dass ein anderer Rennstall seinem Team und den Silberpfeilen den Rang ablaufen könnte, glaubt der Österreicher indes nicht: "Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Mercedes und wir nicht auch dieses Jahr die Favoriten sind." Die einzige Möglichkeit dafür sehe er, wenn ein anderes Team "den Stein der Weisen" gefunden habe. (Quelle: sport.de)