'13 Reasons Why': Das hat Netflix in der zweiten Staffel vor

"Tote Mädchen lügen nicht": So geht Hannahs traurige Geschichte weiter
Auch in der zweiten Staffel wird Hannah Baker (Katherine Langford) wieder zu sehen sein © Beth Dubber/Netflix, SpotOn

Viele lose Enden

"Die Kassetten waren erst der Anfang" - mit dieser vollmundigen Ankündigung gab Netflix Ende April das Startdatum der zweiten Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" (Originaltitel: "13 Reasons Why") bekannt. Jedoch behandelte die erste Staffel der kritisch diskutierten Serie bereits den gesamten Inhalt des gleichnamigen Buches von Jay Asher (42), auf dem sie basiert. Selbst Fans der Vorlage wunderten sich also zurecht, als bekannt wurde, dass die tragische Geschichte über den Selbstmord der Schülerin Hannah Baker auf Netflix (seit dem 18. Mai) weitergehen würde.

Wo uns die ersten 13 Episoden zurückgelassen haben und wie es weiterzugehen scheint, das gibt es hier zum Nachlesen. Wie immer gilt: Achtung, Spoiler!

Zur Erinnerung: Darum geht es

Clay (Dylan Minnette) erhält in der ersten Staffel sieben Tonband-Kassetten, die von der Schülerin Hannah Baker (Katherine Langford) stammen, die sich kurz zuvor das Leben genommen hat. Jede Folge der Serie repräsentiert den Inhalt einer Kassetten-Hälfte, auf der Hannah Personen anführt, die maßgeblich zu ihrem Suizid beigetragen haben. Nach und nach eröffnen sich Clay Hannahs Beweggründe, die zu ihrer verzweifelten Tat geführt haben. Doch auch andere Schüler auf Hannahs Liste wissen von der Existenz der Kassetten.

Für im Grunde alle von Hannahs Mitschülern - und Vertrauenslehrer Mr. Porter - denen sie in ihren Kassettenaufnahmen eine Teilschuld an ihrem Selbstmord gab, wurde die Luft zum Ende der ersten Staffel extrem dünn. Hannahs Mutter hatte die betreffende Namensliste ihrer Tochter gefunden, ohne jedoch zu wissen, was die Aufzählung zu bedeuten hat. Im Vorfeld des Prozesses der Baker-Familie gegen die Schule wurden daher alle Personen verhört, die sich auf der Liste befanden.

Das sind die losen Enden

In den ersten 13 Folgen kamen einige Dinge ans Licht, die nun Grundlage für die zweite Staffel sein werden. Maßgeblich dafür verantwortlich ist der Charakter Tyler (Devin Druid), der vor der Anhörung dabei gesehen wird, Munition und Waffen in seinem Zimmer zu verstauen - ehe er der Justiz von der Existenz der bis zu diesem Zeitpunkt von allen Beteiligten geheim gehaltenen Tonbänder der toten Hannah erzählt. Plant der labile junge Mann gar einen Amoklauf?

Hauptfigur Clay hatte am Ende der ersten Staffel Hannahs Kassetten an Vertrauenslehrer Kevin Porter (Derek Luke) übergeben, der als das letzte Zünglein an der Waage in Anbetracht ihres Selbstmords fungierte. Er macht sich in der Vorschau auf die zweite Staffel offensichtlich ebenfalls massive Vorwürfe, Hannahs Suizid-Gedanken nicht ernstgenommen zu haben.

Clay hingegen näherte sich wieder seiner einstigen guten Freundin Skye (Sosie Bacon) an, um zu verhindern, dass mit ihr etwas Ähnliches wie mit Hannah passieren könnte. In den neuen Episoden wird er übrigens immer wieder von Halluzinationen der toten Schülerin geplagt - Hannah und deren Schauspielerin Katherine Langford (22) sind also auch in der zweiten Staffel wieder zu sehen.

Viele Enthüllungen werden weitergesponnen

Doch damit nicht genug. Auch das Schicksal von Alex (Miles Heizer) war am Ende der 13. Folge höchst ungewiss. Der sensible Schüler, der als einer der Einzigen wirklich Reue für sein Verhalten zeigte, wurde im Staffelfinale mit einer Schusswunde im Kopf ins Krankenhaus gebracht, sein Zustand kritisch. Hat er sich selbst verletzt?

Des Weiteren muss sich das Ekel Bryce (Justin Prentice) massive Sorgen machen. Clay hatte heimlich sein Geständnis aufgezeichnet, dass er Hannah vergewaltigt hat. Und auch Jessica (Alisha Boe) berichtete ihrem Vater, von Bryce sexuell missbraucht worden zu sein. Als letzter großer Cliffhanger wurde noch Hannahs bester Freund Tony (Christian Navarro) gezeigt, der die Tonbänder an ihre Eltern übergab. Wie werden sie mit all den neuen Informationen umgehen?

Netflix reagiert auf die Kritik

Die Selbstmord-Thematik eines Mädchens sorgte im Vorfeld der ersten Staffel für massive Kritik an der Serie. Es wurde mitunter gar gefordert, die Ausstrahlung zu verbieten. Viele Menschen fürchteten angesichts "Tote Mädchen lügen nicht", die Serie könne zur Nachahmung animieren.

Um dieser Kontroverse entgegen zu wirken, hat Streaminganbieter Netflix ein Video veröffentlicht, in dem die Hauptdarsteller den schweren Inhalt der Show ansprechen und unter anderem sagen: "Solltest du selbst mit diesen Dingen zu kämpfen haben, ist diese Serie unter Umständen nicht die richtige für dich. Oder du solltest sie lieber gemeinsam mit einem Erwachsenen anschauen, dem du vertraust."

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