Zweite Chance für Pete Josefs Sommer-Sound

Pete Josef
Einige Songs von Pete Josef wurden für den Dancefloor aufbereitet. Foto: Sonar Kollektiv © DPA

Sein Debütalbum erschien erst Ende Oktober 2015 - leider zur falschen Jahreszeit für diesen sommerlichen Soul- und Popsound. Nun legt der Brite Pete Josef sechs Remixes zu "Colour" nach, und das Timing stimmt endlich.

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Denn diese in Richtung House und Dub tendierenden, also eindeutig auf den Dancefloor gerichteten Bearbeitungen von drei der elf "Colour"-Songs könnten in den nächsten Wochen manche Pool-Party beschallen. Das Berliner Label Sonar Kollektiv gibt den Perlen des in der Bristol-Szene beheimateten Singer-Songwriters Josef auf 12-Inch-Vinyl (vier Tracks) und als Digital-Download (sechs Remixes) eine weitere Chance.

Den Auftakt macht "Hope" in einer gut abgehenden, die Essenz des Songs jedoch sensibel wahrenden Fassung von Will LV. Einen weiteren tanzbaren Remix steuert das Montrealer Duo The Black 80s mit "Spring At Last" bei. Der Deutsche Fabian Dikof und die Potatohead People aus Vancouver komplettieren Vinyl und Digitalangebot mit feinen Versionen des Album-Titelsongs.

Wer sich nun mit etwas Verspätung doch noch dem Original zuwenden möchte - es lohnt sich. Das gerade mal neun Monate alte Album gehörte 2015 zu den herausragenden Veröffentlichungen. Soul, Bläser-Pop, Afro- und Samba-Einflüsse, Jazz, Gospel - alles drin. "Colour" klingt wie ein verschütt gegangenes Werk von Donnie Hathaway oder Stevie Wonder aus den 70er Jahren. Ja, so gut ist diese Platte.


dpa
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